Zum Transfer von Mickael Cuisance: Wenn das Ego größer ist als der Klub...

Zum Transfer von Mickael Cuisance : Wenn das Ego größer ist als der Klub...

„Der Junge schwankt zwischen Genie und Wahnsinn. Aber ich verspreche: Bei mir darf ‚Micka‘ seinen Wahnsinn auch in der nächsten Saison weiter ausleben.” Durfte Cuisance nicht in der Saison 2018/19 unter Dieter Hecking. Und jetzt auch nicht mehr bei Borussia Mönchengladbach.

Weil er auf die neue Konkurrenz mit Neuhaus und die erstarkte „alte“ mit Hofmann nicht sportlich, sondern mit Attitüden reagierte. Das war selbst für die großväterlichen Gefühle Heckings zu viel.

Die qua Alter eher väterlichen Gefühle bei Nachfolger Marco Rose reichten sowieso nicht, um das Absetzverhalten des Franzosen zu tolerieren. Der 42-Jährige benötigt für sein aufwändiges System Spieler, die ihm blind folgen. Schwierig bei einem Talent, das sich für besser als seine Kollegen hält.

„Borussia ist ihm zu klein geworden“, mutmaßt Rose. Er verliert ein Talent und gewinnt ein Team. Wenn das Ego größer als der aktuelle Verein ist, passt die neue Adresse Säbener Straße besser als etwa Schwarzwaldstraße 193 in Freiburg. Dort hätte sich Cuisance nah seiner Heimat Straßburg die Spielpraxis holen können, die er als Begründung für seine Wechsel-Obsession anführte. Wahrscheinlich als bester Spieler im Streich-Team.

  Aber dann hätte sein Spielerberater, der nur ihn als Hochkaräter betreut, keine Einnahmen gehabt. Und Cuisance nicht für einen Verein spielen können, der mit einem Mia-san-mia-Credo seinem hochfliegenden Selbstverständnis entspricht.

Nachtrag: Es ist nicht ausgeschlossen, dass Mickael Cuisance sich so etwas wie einen Stammplatz bei den Bayern erspielt. Das fußballerische Vermögen besitzt er dazu. Falls es nicht funktioniert, bleibt ja noch das finanzielle ...

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