Mönchengladbach: Rekord-Transfer für Gladbach: Pléa kommt, Vestergaard geht

Mönchengladbach : Rekord-Transfer für Gladbach: Pléa kommt, Vestergaard geht

Rekord-Einkauf, lukrativer Verkauf - Borussia Mönchengladbach stößt bei Transfers in neue Sphären vor. Der Fußball-Bundesligist bestätigte am Freitag den Wechsel von Alassane Pléa. Der 25 Jahre alte Angreifer unterschrieb einen Vertrag bis 2023.

Medienberichten zufolge soll Borussia die Club-Rekordsumme zwischen 23 und 25 Millionen Euro an Pléas bisherigen Arbeitgeber OGC Nizza zahlen. Bislang war Weltmeister Matthias Ginter, der 2017 für 17 Millionen Euro von Borussia Dortmund gekommen war, der teuerste Einkauf der Clubhistorie. Mit dem Abgang von Jannik Vestergaard zum FC Southampton wird der Einkauf von Pléa jedoch nahezu refinanziert.

„Wir freuen uns sehr, dass der Transfer von Alassane geklappt hat und wir uns in unseren Bemühungen um den Spieler gegen mehrere namhafte andere Clubs durchsetzen konnten”, sagte Borussias Sportdirektor Max Eberl am Freitag. „Alassane wollte unbedingt zu Borussia”, so Eberl.

In den vergangenen zwei Jahren spielte Pléa an der Côte d'Azur unter dem ehemaligen Gladbacher Trainer Lucien Favre und an der Seite von „Enfant Terrible” Mario Balotelli. Der 1,81 Meter große Stürmer erzielte in der vergangenen Saison 16 Tore. Pléa spielte wegen Balotellis zentraler Position meist auf dem linken Flügel, kann aber auch die von Borussia gesuchte Position des Mittelstürmers spielen.

Ursprünglich hatte der Club vom Niederrhein Niclas Füllkrug von Liga-Konkurrent Hannover 96 im Auge. Füllkrug entschied sich aber dann doch für einen Verbleib bei den Niederschsen.

Zuvor hatte sich Mönchengladbach bei den Personalplanungen auf die Defensive konzentriert. Es wurden Andreas Poulsen (Dänemark) für die linke und der Schweizer WM-Teilnehmer Michael Lang für die rechte Abwehrseite verpflichtet.

Möglicherweise muss Sportdirektor Eberl für Trainer Dieter Hecking noch nach einem Innenverteidiger suchen. Denn der fünfmalige deutsche Meister ließ Abwehrspieler Vestergaard in die englische Premier League nach Southampton ziehen, wo er einen Vierjahresvertrag erhielt. „Wir haben mit dem FC Southampton Anfang dieser Woche eine Einigung über die Ablösemodalitäten erzielt, mit der wir sehr zufrieden sind”, sagte Eberl. Die Ablösesumme für den Dänen soll deutlich über 20 Millionen Euro liegen. Nur der Verkauf von Granit Xhaka im Sommer 2016 an den FC Arsenal für 43 Millionen Euro brachte dem Club mehr Geld ein.

(dpa)
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