Kommentar zu Borussia Mönchengladbach: Die schlimmste Niederlage

Kommentar zu Gladbach : Die schlimmste Niederlage

So richtig überraschend war die Nicht-Leistung der Gladbacher nicht mehr. Die ansprechenden Leistungen in den letzten beiden Heimspielen (Bremen/Leipzig) und ein „geschenkter“ 1:0-Erfolg in Hannover waren offensichtlich nur Symptomlinderung, aber keine Heilung.

Verantwortlich dafür: erst einmal die Mannschaft. Mit einem normalen Maß an Aggressivität und Engagement wäre man beim VfB als Sieger vom Platz gegangen. Die Verbesserung der Stuttgarter war schließlich kein Hexenwerk. Aber ohne Schrammen kommt auch Dieter Hecking nicht davon.

Das Alibi mit seiner anstehenden Entlassung ist kein griffiges: Die Blamage in Düsseldorf – also vor seinem angekündigten Aus – war noch größer als die im Schwabenland. Und wenn man nach dem 1:2 gegen RB die fehlende Durchschlagskraft und – für dieses Spiel unnötig – mangelnde Geschwindigkeit kritisiert, um sieben Tage später Jonas Hofmann neben Pléa in die Sturmspitze zu stellen, ist das völlig absurd.

Die Frage ist obendrein, warum seine Mannschaft gegen deutlich verunsicherte Stuttgarter so reserviert vorgegangen ist, statt sie zu noch mehr Fehlern zu zwingen. Scheinüberlegenheit statt aktivem Spiel, das sicherlich zu mehr Chancen als die zwei unforced VfB-Errors geführt hätte. War strukturierte Attacke der eigentliche Plan und die Borussen haben diesen nur nicht umgesetzt, hieße das: Hecking erreicht die Mannschaft nicht mehr. Das wäre die schlimmste und nicht die letzte Niederlage.

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