Bleibt Hazard?: Hecking beteiligt sich „nicht an Spekulationen“

Bleibt Hazard? : Hecking beteiligt sich „nicht an Spekulationen“

Der Trainer geht, aber wohin? Der Torjäger ist begehrt, aber bleibt vielleicht. In Mönchengladbach wird vor dem Top-Spiel gegen Leipzig derzeit viel über Personal spekuliert.

Dieter Hecking hat in den letzten fünf Spielen als Cheftrainer von Borussia Mönchengladbach nur ein Ziel. „Wir alle wollen nach Europa“, sagte der Coach am Donnerstag vor dem Top-Spiel gegen RB Leipzig am Samstag (18.30 Uhr/Sky). „Ein Sieg gegen Leipzig wäre ein wichtiger Schritt in diese Richtung“, betonte Hecking.

Gerüchte, dass er in der nächsten Saison als Trainer beim FC Schalke 04 arbeitet, wollte der Fußball-Lehrer nicht bestätigen. „An den Spekulationen zu meiner Person werde ich mich nicht beteiligen. Ich würde mich aber schon wundern, wenn bei den vielen offenen Stellen nicht der Name Hecking fällt“, sagte Borussias Trainer.

Für Hecking, der nach seinem beschlossenen Aus zum Saisonende in Mönchengladbach eigentlich alles hinwerfen wollte, wäre das Erreichen eines internationalen Startplatzes ein versöhnlicher Abschluss seiner Tätigkeit bei Borussia. Durch die überraschende Heimniederlage von Europa-League-Halbfinalist Eintracht Frankfurt gegen den FC Augsburg ist auch der Champions-League-Rang nur noch einen Punkt entfernt.

Gladbachs Trainer weiß, was auf sein Team zukommt. Gegen Leipzig wartet die Mannschaft noch auf den ersten Bundesligasieg. „Ich hoffe, dass uns das ganze Stadion unterstützt. Alle wollen nach Europa, auch unsere Fans“, sagte Hecking. Am trainingsfreien Tag in dieser Woche hatte Gladbachs Trainer den in Hannover bereits operierten Lars Stindl (Schienbeinbruch) besucht. „Er war sehr aufgeräumt und klar. Für mich war wichtig, dass Lars nach der zweiten schweren Verletzung innerhalb eines Jahres mental sehr stabil wirkt“, meinte der Coach. Der Kapitän wird seinem Team mehrere Monate fehlen.

Möglicherweise zählt dann auch noch Thorgan Hazard zur Crew. Nach Informationen des Fachmagazins „kicker“ könnte es zwischen Borussia Mönchengladbach und Borussia Dortmund keine Einigung über die Transfersumme geben. Im Gespräch waren bis zu 40 Millionen Euro für den belgischen Nationalspieler, dessen Vertrag im Sommer 2020 am Niederrhein ausläuft. Diese Summe will der BVB wohl nicht anlegen.

Gladbachs Sportdirektor Max Eberl erklärte am Donnerstag, dass ein Verbleib Hazards nicht undenkbar sei. „Ein Verein wie Borussia Mönchengladbach ist natürlich auf Transfereinnahmen angewiesen. Aber letztlich müssen wir sehen, was es für eine Lösung geben wird.“, sagte Eberl. „Wenn wir einen Top-Spieler für ein weiteres Jahr behalten können, ist das auch nicht verkehrt“, meinte Eberl. Danach würde der Belgier allerdings ablösefrei wechseln können.

(dpa)
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