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„Ergebnisse geben Schwung“: Gladbach mit Zuversicht nach Kiew

„Ergebnisse geben Schwung“ : Gladbach mit Zuversicht nach Kiew

Dritter Auftritt, dritte Überraschung? Nach den Punkten gegen Inter und Real könnte Gladbach mit einem Sieg in Donezk die Tabellenführung in der Gruppe B der Champions League übernehmen.

Nach sieben Partien ohne Niederlage und dem Erfolg im Spitzenspiel gegen RB Leipzig will Borussia Mönchengladbach in der Champions League den ersten Sieg einfahren. „Natürlich geben uns die Ergebnisse den nötigen Schwung, um mit Selbstvertrauen nach Kiew zu fahren und und an unserer Konstellation in der Gruppe weiterzuarbeiten“, sagte Trainer Marco Rose am Montag vor dem Abflug in die Ukraine, wo am Dienstag in Kiew (18.55 Uhr/DAZN) die Partie gegen Schachtjor Donezk stattfindet.

Mit einem Sieg könnte der Bundesliga-Fünfte nach den Punkten gegen Inter Mailand und Real Madrid sogar die Tabellenführung der Gruppe B übernehmen. Mit an Bord sind auch die beiden zuletzt mit muskulären Problemen pausierenden Abwehrspieler Tony Jantschke und Nico Elvedi. Beide Innenverteidiger werden dringend benötigt.

„Es gibt grundsätzlich Entwarnung. Bei Tony sah es schon ganz gut aus, Nico wird noch einmal behandelt. Es zählt jetzt jede Stunde bis zum Spiel“, sagte Rose, der sein Team wieder umstellen wird, um die hohe Belastung ein wenig zu verteilen.

So werden wohl Christoph Kramer, Marcus Thuram und wohl auch Lars Stindl wieder in die Startelf rücken. Auch die Neuzugänge Hannes Wolf, der am Samstag das Siegtor zum 1:0 gegen Leipzig erzielte, und Valentino Lazaro könnten helfen. Vor allem Wolf zeigte erstmals seine Stärken.

„Der Sieg gegen Leipzig gibt uns positive Energie, und die nehmen wir mit in die beiden Spiele gegen Donezk und Bayer Leverkusen“, sagte der Leihspieler von RB Leipzig. Lazaro hatte sich einen Muskelbündelriss in der Wade zugezogen und stand gegen Real Madrid erstmals im Kader. Gegen Leipzig feierte er einen Kurzeinsatz in der Schlussphase.

Sportdirektor Max Eberl stellte die Bedeutung des ersten Erfolges überhaupt gegen RB Leipzig noch einmal heraus. „Das war ein ganz wichtiger Sieg, gerade nach den beiden Spielen gegen Inter Mailand und Real Madrid mit den späten Gegentoren“, sagte Eberl. Die Zeiten, in denen man in der Champions League nur dabei sein möchte, seien vorbei. „Wir wollen auch Spiele gewinnen. Und wenn uns das nicht gelingt wie gegen Real Madrid, dann ärgert uns das maßlos“, sagte der 47-Jährige dem TV-Sender Sky.

Schachtjor Donezk ist erstmals Gegner in der 171 Spiele umfassenden Gladbacher Europapokalgeschichte. Zweimal traten die Borussen schon gegen Dynamo Kiew an: 1977 im Landesmeisterpokal (2:0, 0:1) und 2012 in der Qualifikation zur Champions League (1:3, 2:1). Donezk hat 2009 den UEFA Cup gewonnen und stand im vergangenen Sommer im Halbfinale der Europa League. „Schachtjor ist ein Team mit guten Fußballern, vielen Brasilianern, das gut verteidigt und umschaltet“, sagte Gladbachs Trainer.

Die Ukrainer gewannen ihr Meisterschaftsspiel gegen Mariupol am Freitag mit 4:1 und verbesserten sich damit in der Premier-Liga auf Rang zwei hinter Dynamo Kiew. Mit dem Ex-Schalker Jewgeni Konopljanka steht ein ehemaliger Bundesligaprofi im Team des portugiesischen Trainers Luis Castro. Der Offensivspieler ist derzeit allerdings verletzt.

(dpa)