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Ohne dauerhaftes Fremdkapital: Gladbach, die Besonderheit unter den Europapokal-Startern

Ohne dauerhaftes Fremdkapital : Gladbach, die Besonderheit unter den Europapokal-Startern

Von den sieben bereits feststehenden Europapokal-Teilnehmern ist Borussia Mönchengladbach der einzige Club, der abgesehen von Darlehen oder Sponsorengeldern nicht permanent Fremdkapital erhält oder sie in hohen Maße in der Vergangenheit bekommen hat.

So sieht es bei den übrigen Vereinen aus:

FC Bayern München: Der Rekordmeister imponiert mit großer Finanzkraft und hält als Verein 75 Prozent der Anteile an der FC Bayern AG. Die langjährigen Partner Adidas, Audi und Allianz halten jeweils weitere 8,33 Prozent. Zusammen brachte den Bayern dies zu unterschiedlichen Zeitpunkten seit 2002 knapp 277 Millionen Euro ein.

Borussia Dortmund: Der BVB ist das einzige an der Börse notierte deutsche Fußball-Unternehmen. Der Börsengang am 31. Oktober 2000 spülte dem BVB rund 130 Millionen Euro in die Kasse. Knapp 60 Prozent der Aktien sind derzeit im Streubesitz. Partner wie Evonik (9,83 Prozent), Signal Iduna (5,43) und Puma (5) halten größere Anteile.

RB Leipzig: Die Profis und die Nachwuchsteams bis zur U15 sind in die RasenBallsport Leipzig GmbH ausgegliedert, deren Gesellschafter zu 99 Prozent die Red Bull GmbH und zu einem Prozent der Verein sind. Um die 50+1-Regel zu wahren, besitzt der Verein die Stimmenmehrheit in der Gesellschafterversammlung. Zuletzt wurde der Bundesligist durch einen Schuldenerlass von 100 Millionen Euro für das Geschäftsjahr 2018/2019 dank Geldgeber Red Bull gestärkt.

Bayer Leverkusen: Die Bayer AG ist Eigentümerin der Fußball GmbH und zahlt für das Sponsoring jährlich rund 25 Millionen Euro. Zwischen beiden Seiten besteht zudem ein Gewinnabführungsvertrag. Das heißt, dass der Verein mögliche Gewinne an Bayer abführt, das Werk im Gegenzug aber ein mögliches Minus ausgleicht.

VFL Wolfsburg: Die VfL Wolfsburg Fußball GmbH ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft des Volkswagen-Konzerns, von dem sie etwa 75 Millionen Euro pro Jahr erhält. Ein Gewinnabführungsvertrag regelt, dass VW alle Verluste des VfL ausgleicht, umgekehrt aber auch alle Gewinne wie etwa nach dem Verkauf von Kevin de Bruyne an Manchester City erhält.

TSG 1899 Hoffenheim: Die Profis sind in der Spielbetriebs GmbH ausgegliedert. Mäzen und Milliardär Dietmar Hopp hat den einstigen Dorfverein zwar in die Bundesliga befördert. Inzwischen ist die TSG nach eigener Aussage aber finanziell unabhängig, weil sie in den vergangenen Jahren immer wieder hohe Transfererlöse erzielte.

(dpa)