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Gladbach plant die Zukunft: Entscheidungsdruck für Trainer Rose

Gladbach plant die Zukunft : Entscheidungsdruck für Trainer Rose

Borussia Mönchengladbach stellt sich für die Zukunft auf. Ob mit Trainer Rose, bleibt offen. Auf jeden Fall aber mit den Gestaltern Eberl und Schippers. Der Sportdirektor gönnt sich jetzt aber erst mal eine Auszeit.

Mit der langfristigen Verlängerung ihrer Verträge bei Borussia Mönchengladbach haben Sportdirektor Max Eberl und Geschäftsführer Stephan Schippers auch Trainer Marco Rose unter Entscheidungsdruck gesetzt. „Das ist ein Zeichen an alle und keine Show von Max und mir. Das ist ein starkes Signal für Borussia Mönchengladbach“, sagte Schippers am Montag und betonte noch einmal die gelebte Kontinuität beim Fußball-Bundesligisten. „Hier weiß die linke Hand, was die rechte tut. In diesen schwierigen Zeiten ist Verlässlichkeit ein ganz wichtiger Punkt“, sagte Borussias Geschäftsführer - auch in Richtung des Trainers.

Rose, der noch einen Vertrag bis zum 30. Juni 2022 hat, wird von Borussia Dortmund umworben. Ein klares Bekenntnis seit Bekanntwerden des BVB-Interesses hat es seitens des Umworbenen nicht gegeben. „Ich habe diese Spekulationen nicht aufgemacht, warum soll ich das dann in irgendeiner Form kommentieren. Ich bin mit allem, was ich habe, Trainer von Borussia Mönchengladbach“, betonte der 44-Jährige am Montag in der Pressekonferenz vor dem Pokalspiel bei der SV Elversberg am Dienstag (20.45 Uhr/Sky). Dass Rose mächtig genervt von diesen Gerüchten ist, ist derzeit nicht zu übersehen.

Sportdirektor Eberl, der zuvor auch schon die Verträge mit den langjährigen Borussen-Profis Tony Jantschke und Kapitän Lars Stindl verlängerte, geht die Sache gelassen an. Ohnehin hat sich der 47-Jährige im Zuge seiner Vertragsverlängerung bis 2026 eine Auszeit im Januar 2021 zusichern lassen. „Ich stehe mit Marco im engen Austausch. Es ist unser Wunsch, mit Marco weiterzuarbeiten“, sagte Eberl. Ein Zeitfenster gebe es nicht, verriet Borussias Sportdirektor. „Aber Marco weiß ganz genau, dass wir jetzt in einer Situation sind, in der man eine Klarheit haben muss. Die haben wir, weil Marco einen Vertrag bis 2022 hat“, betonte Eberl. Sollte sich Rose für einen anderen Weg entscheiden, müsste er den Club sicherlich zeitnah darüber informieren.

Für Eberl war seine Vertragsverlängerung eine Entscheidung nach gründlicher Überlegung. „Ich hatte keine Gedanken wegzugehen. Der Weg hier bei Borussia ist mehr als ein Job, er ist Passion, ist ein Baby geworden. Dieser Weg ist nicht zu Ende und ich möchte dieses Baby und diese Passion nicht verlieren“, sagte Eberl, der seit 1999 in verschiedenen Funktionen für den Club tätig ist und gerne auch mal einen Titel mit Borussia gewinnen möchte.

Offenbar hat es bei der Vertragsverlängerung Gespräche über Entwicklungsmöglichkeiten in diese Richtung gegeben. „Ja, der Club hat mir signalisiert, dass wir in den nächsten Jahren Wege gehen können, inwieweit und inwiefern muss man abwarten. Das kann man nicht von heute auf morgen über den Zaun brechen“, sagte Eberl. „Mit den langfristigen Vertragsverlängerungen signalisieren wir, dass Borussia Mönchengladbach zu den großen Vereinen in Deutschland gehört“, betonte Eberl. Egal mit welchem Trainer.

(dpa)