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Auf der Durchreise: Begegnung gegen den BVB endet für viele Paris-Fans in Aachen

Auf der Durchreise : Begegnung gegen den BVB endet für viele Paris-Fans in Aachen

Die Spielbegegnung Borussia Dortmund gegen Paris Saint Germain beginnt für viele Pariser Fans bereits in Aachen - für einige endete sie auch hier. Auf den Bahnhöfen und der Autobahn wurde rigoros kontrolliert.

Vor dem Spiel hatte die Bundespolizei in Aachen bereits Problemfans aus der französischen Ultraszene auf dem Schirm. Mit einem Großaufgebot kontrollierte die Bundepolizei am Dienstag bereits in den frühen Morgenstunden anreisende Gruppierungen der Pariser Fans.

In der Vergangenheit hatte es bei ähnlichen Spielbegegnungen immer wieder Ausschreitungen gegeben. Ziel der Kontrollmaßnahmen war unter anderem die Suche nach gefährlichen Gegenständen, insbesondere Pyrotechnik. Zwischen 05.30 Uhr und 17.00 Uhr wurden zahlreiche Busse und PKW im Zusammenhang mit Fanbewegungen kontrolliert.

Dabei wurden mehr als 700 Personen durch die Bundespolizei zusammen mit Kollegen der französischen Gendarmerie sowie der Föderalen Polizei Belgiens überprüft und mehr als 100 Gegenstände sichergestellt. Großraumbusse wurden auch auf das Gelände des THW in Aachen-Brand geleitet, damit der Reiseverkehr nicht über Gebühr beeinträchtigt wurde.

Die Einsatztaktik der Bundespolizei mit der lokalen belgischen Polizei und den französischen Behörden ging auch diesmal auf. Es wurden Vermummungsgegenstände und ein Einhandmesser beschlagnahmt. In einem PKW konnten neben geringen Mengen von Betäubungsmitteln auch zahlreiche sogenannte "Bengalos" und "Nebeltöpfe" sichergestellt werden.

In zwei Bussen wurden erhebliche Mengen illegaler Pyrotechnik gefunden, die nicht im Einzelnen zugeordnet werden konnten. Einige der Personen verfügten neben Sturmmasken, Rückenprotektoren und Beißschutz auch über Quarzhandschuhe. Nach Absprache mit dem Polizeiführer der Spielortbehörde Dortmund wurden für die gesamten Insassen der beiden Busse, Betretungsverbote für das Stadtgebiet Dortmund ausgestellt.

Da von den Sprengmitteln und Pyrotechnik eine erhebliche Gefährdung für Dritte ausging, wurde ein Entschärferteam der Bundespolizei in den Einsatz eingebunden. Insgesamt wurden 144 Betretungsverbote ausgesprochen und weitere sogenannte "Gefährderansprachen" vorgenommen. "Unsere Strategie ging auf. Null Toleranz gegenüber potenziell unfriedlichen Fans, Hand in Hand mit unseren französischen, belgischen und deutschen Kollegen." Fasste der Einsatzleiter der Bundespolizeiinspektion Aachen, Polizeioberrat Sven Nestler zusammen.

(red/pol)