Aachen: Wunschkandidat erhält den Zuschlag: Benbennek neuer Alemannia-Trainer

Aachen : Wunschkandidat erhält den Zuschlag: Benbennek neuer Alemannia-Trainer

Das Geheimnis war gelüftet, bevor der neue Übungsleiter den Raum betrat. „Christian Benbennek neuer Cheftrainer“, so war die Pressemitteilung überschrieben, die pünktlich um 10.30 Uhr verteilt wurde. Herausgeber: Alemannia Aachen.

Diesen kleinen Zusatz braucht es, denn Christian Benbenneks ursprüngliche Planung sah vor, dass sein künftiger Arbeitgeber im Ruhrgebiet angesiedelt ist. „Aber wenn ein Klub wie Alemannia Aachen Sie anruft und Sie sind Trainer in Havelse, dann fragen Sie nicht, ob das Ruhrgebiet ist, sondern nur: Wann geht's los?“

Bereits im März war der Abschied beschlossene Sache. Benbennek teilte dem TSV Havelse mit, dass er seinen auslaufenden Vertrag nicht verlängern würde, um „einen großen Traditionsverein mit Ambitionen zu trainieren“. Gesucht, gefunden. Den Nord-Regionalligisten, der mit einem der kleinsten Etats der Liga wirtschaftet, hatte der gebürtige Soltauer in der vergangenen Saison unter die Top fünf geführt, in dieser Spielzeit liegt die Mannschaft auf dem vierten Platz.

Alexander Klitzpera intensivierte den Kontakt mit seinem Wunschkandidaten am Sonntagabend, nachdem Peter Schubert seinen Abschied eingereicht hatte. „Er war der Erste, den ich angerufen habe“, sagt Aachens Sportdirektor, der in der jüngeren Vergangenheit losen Kontakt mit Benbennek hatte. „Wir haben uns die letzten Jahre immer wieder auf dem Fußballplatz getroffen und auch regelmäßig telefoniert. Ich bin davon überzeugt, dass Christian der richtige Trainer für Alemannia ist.“

Schuberts Nachfolger hat einen Zwei-Jahres-Vertrag am Tivoli unterschrieben, „die Verhandlungen waren sehr unkompliziert. Wir brauchen hier Leute, die Alemannia als Chance begreifen“, betont Klitzpera. Die Personalie Schubert hat der Sportdirektor zu den Akten gelegt, kommentieren möchte er das Thema nicht mehr. Dass Benbennek einen Assisten mitbringt, sei kein Problem. „Ich habe von Anfang an gesagt, dass mein Trainer die Wahl hat, ob er seinen eigenen Co-Trainer mitbringen möchte“, erklärt Klitzpera. „Der aktuelle Co-Trainer hat nach wie vor die Möglichkeit, als Leiter des Nachwuchsleistungszentrums zu arbeiten.“ Ob Reiner Plaßhenrich das Angebot annimmt, ist unklar.

Benbennek, der beim Drittligisten SV Babelsberg mit Frederic Löhe zusammengearbeitet hat, wird am Freitagabend das Kapitel TSV Havelse beenden, „danach gibt es dann noch eine kleine Feier“. Seine Pläne für die Ferien? „Die fallen vermutlich aus“, sagt der Familienvater. „Die Kaderplanung ist in den nächsten Wochen das Wichtigste.“

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