Weg ins FVM-Pokal Finale 2019 von Alemannia Aachen

FVM-Pokal-Finale 2019 : Alemannias Weg ins Endspiel

Im zweiten Jahr in Folge steht die Alemannia am Samstag im Finale des FVM-Pokals. Wie schon 2013 heißt der Gegner Fortuna Köln. Dem Sieger winkt nicht nur eine schöne Trophäe für die Vereinsvitrine sondern auch die Teilnahme am DFB-Pokal in der kommenden Saison. Wir blicken zurück auf den Weg der Aachener ins Endspiel im Bonner Sportpark.

Bis ins Finale des FVM-Pokals sind nur vier Siege notwendig. Mit dem fünften Sieg ist nicht nur der Titel sicher sondern auch das Ticket für die erste Runde im DFB-Pokal. Entsprechende Mehreinnahmen inklusive. Vier Siege hat die Alemannia in dieser Pokalsaison bereits eingefahren.

1. Runde: Union Rösrath – Alemannia Aachen 0:7

In der ersten Runde mussten die Kaiserstädter gegen Union Rösrath ran. Gegen den A-Kreisligisten gaben sich die Schwarz-Gelben keine Blöße und siegten am 7. November mit 7:0. Um bei der Zahl zu bleiben: Die Führung für die Aachener erzielte Vincent Boesen bereits in der siebten Minute. Es war der erste von insgesamt drei Treffern des Stürmers, der im Sommer aus Nürnberg an den Tivoli kam. Die etwa 1000 Zuschauer sahen noch vor dem Halbzeitpfiff vier weitere Treffer, den zweiten von Boesen (31.), zwei Tore von Joshua Holtby (17. und 39.) und einen Volley-Treffer von Mahmut Temür (44.). In der zweiten Halbzeit verwandelte Boesen einen Elfmeter (74.) und Mohamed Redjeb stellte mit dem Schlusspfiff per Kopf den Endstand her.

Fazit von Trainer Fuat Kilic nach dem Spiel: „Mit der ersten Halbzeit bin ich sehr zufrieden, in der zweiten Halbzeit haben wir zu viel liegengelassen.“

2. Runde: SV Schlebusch – Alemannia Aachen 1:3

Die zweite Runde fand bereits Ende November statt und führte die Alemannia nach Schlebusch. Gegen den Mittelrheinligisten mussten die Aachener rund 40 Minuten in Unterzahl spielen, da Kapitän Peter Hackenberg in der 49. Minute die Rote Karte nach einem Zweikampf gegen Schlebuschs Martin Schulz sah. „Unfassbar“ fand Alemannias Trainer Fuat Kilic die Entscheidung am Ende „eines normalen Zweikampfs“. Zu diesem Zeitpunkt führte die Mannschaft vom Tivoli nur knapp mit 2:1. In der elften Minute brachte Manuel Glowacz die Alemannia in Führung, Tim Hebel glich 16 Minuten später nach einem Konter für die Gastgeber aus. Erneut Glowacz sorgte dann in der 32. Minute für die erneute schwarz-gelbe Führung. Die wurde nach dem roten Karton vehement verteidigt und von Blendi Idrizi mit der letzten Aktion des Tages noch auf 3:1 ausgebaut.

Aufgrund des Spielverlaufs war Kilic nach der Partie insgesamt zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft: „Wir haben es in Unterzahl richtig gut gemacht.“

Viertelfinale: Borussia Freialdenhoven – Alemannia Aachen 1:3

Anfang März stand für die Alemannia das Viertelfinale im FVM-Pokal auf dem Plan. Weit reisen musste die Tivoli-Truppe nicht: die Auslosung hielt Borussia Freialdenhoven bereit. Am Karnevalssamstag verfolgten rund 2000 Zuschauer im Stadion an der Ederener Straße eine muntere Partie zwischen dem Mittelrheinligisten, der seinem Ruf als Pokalschreck Ehre machen wollte, und dem Regionalligisten, der die nächste Runde fest im Blick hatte. Robin Garnier köpfte die Aachener in der 22. Minute nach einer Flanke von Dimitry Imbongo in Führung, der nur sechs Minuten später höchstpersönlich den zweiten Treffer nachlegte. Kurz vor der Halbzeit kassierte die Elf von Fuat Kilic durch Kevin Kruth überraschend den Gegentreffer. In der zweiten Halbzeit spielte der Favorit aber seinen Stiefel runter, vergab aber einige Chancen. Erst in der Nachspielzeit erzielte der eingewechselte Manuel Glowacz den 3:1-Endstand.

Alemannia wirft Freialdenhoven aus dem Pokal

Im Anschluss an das Spiel bekamen die Spieler von Fuat Kilic zwei Tage frei, um Karneval zu feiern: „Das hat sie sich verdient.“ Und auch sein Trainerkollege auf der anderen Seite war mit der Leistung seines Teams zufrieden: „Es gibt aber Tage, an denen man als Trainer trotz Niederlage stolz auf seine Mannschaft ist, heute war so ein Tag.“

Halbfinale: 1. FC Düren – Alemannia Aachen 0:2

Am 1. Mai trafen der 1. FC Düren und Alemannia Aachen erstmals aufeinander. Und das gleich im Halbfinale des FVM-Pokals. In der altehrwürdigen Dürener Westkampfbahn verfolgten fast 6000 Zuschauern bei bestem Fußballwetter das erste Aufeinandertreffen des ambitionierten Mittelrheinligisten und der traditionsreichen Regionalligisten. In der ersten Halbzeit hielten die Dürener gut mit, Chancen gab es auf beiden Seiten. Nur die Tore fielen bis zu Halbzeit nicht. In der zweiten Hälfte übernahmen die Aachener mehr und mehr die Spielkontrolle und gingen zehn Minuten nach dem Wiederanpfiff durch Blendi Idrizi in Führung. Es war ein Tor der Marke „mit viel Willen über die Linie gedrückt“ – andere würden von „reingestolpert“ sprechen. In der 63 Minute machte dann Dimitry Imbongo mit einem sehenswerten Schuss aus der Drehung den Deckel drauf. Die Alemannia hätte das Ergebnis durchaus noch höher gestalten können, die Chancen waren da. Letztendlich blieb es aber beim verdienten 2:0-Erfolg, der den Finaleinzug perfekt machte.

Alemannia zieht wieder ins Pokalfinale ein

Die Freude über das Erreichen des Endspiels war den Schwarz-Gelben nach dem Spiel deutlich anzumerken, Spieler und Fans feierten gemeinsam die anstehende Reise nach Bonn. Auch Trainer Fuat Kilic war nach dem Abpfiff erleichtert: „Wir haben uns das Spielglück heute erarbeitet. Auf Grund der zweiten Halbzeit geht unser Sieg in Ordnung.“

Das Finale findet am 25. Mai im Bonner Sportpark statt. Im Finale wartet Noch-Drittligist Fortuna Köln, auf die die Alemannia in der kommenden Saison mindestens zweimal treffen wird, denn die Rot-Weißen sind abgestiegen. Angepfiffen wird die Partie um 16:15 Uhr. Vor Ort werden Fuat Kilic und sein Team von Tausenden Fans unterstützt. Zudem wird das Spiel live in einer Konferenzschaltung der ARD im Rahmen des „Tags der Amateure“ übertragen.

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