Bewegung im Kader: Redjeb und Imbongo zieht es in die Ferne

Bewegung im Kader : Redjeb und Imbongo zieht es in die Ferne

Am Montagmorgen wird die neue Saison am Tivoli angepfiffen. Welche Spieler um 10 Uhr beim Trainingsauftakt alle dabei sind, ist noch nicht bis ins letzte Detail geklärt. In Alemannia Aachens Kader ist noch durchaus Bewegung.

Mohamed Redjeb zum Beispiel, der erst vor ein paar Wochen seinen Vertrag verlängert hat, hat den gleichen Vertrag am Dienstag wieder aufgelöst. Der 23-Jährige hat ein zweijähriges Stipendium für einen Master-Studiengang in den USA erhalten. Parallel kann er am Collage weiter „Soccer“ spielen. „Für mich ist das eine einmalige berufliche Perspektive“, sagt der Defensivspieler. Alemannias Trainer Fuat Kilic hat ihm keine Steine in den Weg gelegt. „Solche Chancen bekommt man nicht so oft im Leben“, sagt der Kaderarchitekt.

Redjebs Planstelle in der Innenverteidigung wird nicht neu besetzt. Mit Hackenberg, Fiedler, Heinze und Salata und bei Bedarf auch Müller sind ausreichend Spieler für die zentrale Position im Kader, sagt Kilic.

Auch Marc Kleefisch wird - wie berichtet - am Montag nicht zur Mannschaft zurückkehren. Der Angreifer war zuletzt beim SV Breinig verliehen. Eine komplizierte Schulter-OP verhinderte die ersehnte Spielpraxis. So steht der Übergang in den Seniorenbereich immer noch aus. Vorerst geht der talentierte Stürmer nun ein Jahr lang für den FC Wegberg-Beeck in der Mittelrheinliga auf Torejagd und trifft dort wieder auf Trainer Michael Burlet, der zuletzt Breinig anleitete. Vereinbart ist zudem, dass Kleefisch weiterhin auch am Tivoli trainieren darf. Bei Alemannia soll dann auch dauerhaft die sportliche Zukunft des 19-Jährigen liegen.

Im Idealfall, so hofft Kilic, kann der Kader nicht nur mit weiteren Torhütern, sondern auch mit „einer 10 und einem Stürmer“ ergänzt werden. Wie immer ist das eine Frage des Budgets, das nach der Pokalauslosung noch exakt festgelegt wird in den nächsten Tagen.

Alemannias Spielmacher könnte Blendi Idrizi werden beziehungsweise bleiben. Der umworbene 21-Jährige hat ein konkretes Angebot der Aachener vorliegen, Kilic fordert sehr zeitnah eine abschließende Reaktion ein.

Offen ist zudem noch die Personalie Dimitry Imbongo. Inzwischen hat Kilic seinen besten Stürmer wieder ans Telefon bekommen. Die Aussichten für eine Vertragsverlängerung sind dadurch nicht besser geworden. Nach seiner bislang besten Saison zieht es den 29-Jährigen in höhere Ligen mit höheren Gehaltsschecks.

Nach Informationen unserer Zeitung wird Imbongo mit Genehmigung des Vereins, bei dem er noch ein paar Tage unter Vertrag steht, bei der SG Sonnehof Großaspach gecastet. Beim Drittligisten hat Oliver Zapel gerade die Trainerkabine zum zweiten Mal übernommen. Der 51-Jährige hat die Qualitäten Imbongos noch in Erinnerung. Zapel trainierte bis vor ein paar Tagen noch Fortuna Köln und musste im Pokalfinale erleben, wie Imbongo seine Abwehr in ein Schleudertrauma dribbelte. Gut denkbar, dass er sich an diesem Samstagnachmittag ein bisschen in Alemannias Stürmer verguckt hat.