Netzschau zum Westschlager Alemannia Aachen gegen Rot-Weiss Essen

Netzschau zum Westschlager : Alemannia spielt erfolgreich mit dem Essen

„Mit dem Essen spielt man nicht.“ Das zumindest lehren Eltern ihren Kindern. Stimmt auch grundsätzlich. Aber nicht immer. Am Samstag hat die Alemannia mit Essen gespielt. Und zwar richtig gut. In bester Rocky-Manier wurde ausgeteilt und am Ende waren die Schwarz-Gelben satt und zufrieden. Hat sich auch den Bauch vollgeschlagen: unsere Netzschau.

Es gibt so Spiele, die einfach mehr bedeuten als andere. Da ist es auch völlig egal, ob es sich um das Pokalfinale 1953 handelt, um eine Bundesligapartie oder doch nur trister Regionalligaalltag. Das sind Spiele, die vor Tradition nur so triefen. Spiele, bei denen es um die Ehre geht. Spiele, die einfach wichtig für das Prestige sind. Oder anders gesagt: Alemannia Aachen gegen Rot-Weiss Essen.

Am Samstag stand das Duell der ewigen Rivalen wieder an, entsprechend fieberten die Fans dem Aufeinandertreffen entgegen.

Es gibt viele schöne Orte auf der Welt, aber nur einen, der wirklich zählt:

Auch im Stadion war die Anspannung und Vorfreude schon lange vor dem Anstoß greifbar:

Kein Wunder, denn der Westschlager ist nicht irgendein Spiel.

Und der Blick auf die Mannschaftsaufstellungen zeigte, dass auch schon der erste Maibaum auf dem Tivoli gesetzt war. Etwas früh, aber Feste feiert man, wie sie eben fallen. Und an der Seitenlinie war er auch ganz gut aufgehoben.

Kurzer Blick in den Spielertunnel:

Auf dem Feld erwartete die Spieler eine bombastische Choreo im Rocky-Style:

Die machte sich auch von der Seite sehr gut:

Natürlich auch von der anderen:

Nicht auf den Rängen brannte es von Beginn an, auch auf dem Feld legten die Hausherren los wie die Feuerwehr. Dritte Minute: Herrliche Flanke von Aachens Rotschopf Robin Garnier auf Blendi Idrizi, Kopfball, 1:0. Eine halbe Stunde später zeigte Stipe Batarilo wieder einmal, warum Trainer Fuat Kilic ihn unbedingt halten will: wunderschöne Ballannahme, perfekt gezirkelter Ball aus dem Stand aus rund 18 Metern an den linken Innenpfosten und drin das Ding, 2:0.

Das wurde in der Halbzeit dann auch noch einmal fachmännisch analysiert:

In der zweiten Halbzeit blieb die Alemannia spielbestimmend und souverän. Und das vor einer Kulisse von 9000 Zuschauern!

Und mit denen wurde nach dem Spiel kräftig der 2:0-Sieg im Prestigeduell gefeiert:

Wie kreativ die Jungs von Fuat Kilic sind, zeigen sie nicht nur auf dem Rasen. Wofür so eine Wechseltafel alles genutzt werden kann:

Aachens Torwart Niklas Jakusch fasste die wichtigsten Punkte der Partie auf Facebook in aller Kürze zusammen:

Auf den Punkt gebracht nennt man das wohl.

Hat dem auch nichts mehr hinzuzufügen, sondern freut sich schon auf das Dienstagsspiel auswärts gegen Kaan-Marienborn: die Netzschau.

(bph)
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