Netzschau zum Spiel der Alemannia in Bonn

Netzschau zum Auswärtsspiel beim Bonner SC : Alemannia und der Sportpark Nord - keine Liebesbeziehung

Es gibt Orte, da fährt man gerne hin: der Aachener Tivoli zum Beispiel. Oder Disneyland, „the happiest place on earth“. Aus Sicht der Alemannia gehört der Sportpark Nord in Bonn nicht unbedingt zu den beliebtesten Reisezielen. Das war auch am Freitag beim Spiel gegen den ortsansässigen Sport-Club der Fall. Ist trotzdem hingefahren: unsere Netzschau.

Elf Pflichtspiele war die Alemannia ungeschlagen, doch in Mönchengladbach riss die Serie. Unnötig, weil die Schwarz-Gelben klar die bessere Mannschaft war. Unnötig, weil die Jungs von Fuat Kilic sich Chance um Chance herausgespielt hatten, aber nicht verwerteten. Das sollte in Bonn wieder anders werden.

In der ehemaligen Hauptstadt sollte eine neue Serie gestartet werden, damit bis zum Jahresende kein Spiel mehr verloren geht. Die Fans sahen das ähnlich und wollten ihre Mannschaft wie immer lautstark vor Ort unterstützen. Rund 600 Alemannia-Begeisterte hatten sich am Freitagabend auf nach Bonn gemacht. Das Ziel war klar:

Umsetzen sollten das genau die Spieler, die eine Woche zuvor im Grenzlandstadion ein ganz starkes Auswärtsspiel aufs Parkett gelegt hatten, nur leider mit dem falschen Ergebnis. Der Trainer gab ihnen gegen den Bonner SC die Möglichkeit es besser zu machen.

Während sich die Spieler auf dem Rasen warm liefen, mussten die Fans auf den Rängen der Kälte irgendwie anders trotzen. Da mit dem November aber ja glücklicherweise die Vorweihnachtszeit startet, gab es passenderweise heißen Glühwein:

Gespielt wurde natürlich auch noch. Aachen legte wieder einmal los wie die Feuerwehr und erspielte sich einige gute Tormöglichkeiten. Es dauerte aber bis zur 15. Minute ehe sich das auch auf der Anzeigentafel bemerkbar machte: Kai Bösing passte den Ball mustergültig auf Stipe Batarilo und der verwandelte mit einem sehenswerten Heber zur 1:0-Führung für die Kaiserstädter.

Leider hielt die Führung nicht lange: Nur drei Minuten später glich Bonn durch einen Fernschuss von Dennis Engelmann aus. Die Aachener ließen sich dadurch aber nicht beirren und erspielen sich weitere gute Chancen. Allein ein erneuter Treffer wollte nicht fallen. Das ließ manche Anhänger nervös werden:

Auch in der zweiten Halbzeit gab es viele und gute Chancen für die Tivoli-Truppe. Aber es fehlte der Killerinstinkt. Auf der anderen Seite hatten auch die Gastgeber ihre Möglichkeiten. Zusammengefasst lässt sich festhalten: Es gab Chancen hüben wie drüben, doch für beide Mannschaften gilt es nun im Training die Abschlüsse zu üben.

Und so blieb es beim 1:1, das aus Aachener Sicht nicht ganz befriedigend ist. Aber es passt zu Alemannias Bilanz im Sportpark Nord, in dem es in den vergangenen Jahren auch schon eine 0:4-Klatsche gegen die Hausherren gab und auch die zwei FVM-Pokalendspiele dort endeten nicht gut für die Kartoffelkäfer. Bonn ist einfach kein Lieblingsausflugsziel der Schwarz-Gelben.

Auf der anderen Seite kann das Unentschieden aber auch der Startschuss für eine neue Serie sein.

Im Hinblick auf das nächste Spiel ist das sicher nicht verkehrt, denn da steht am Mittwoch die Erstrundenbegegnung im FVM-Pokal an. Dort wartet der SV Rösrath auf die Alemannia. Gegen den Verein aus der Kreisliga A sollte ein Weiterkommen Pflicht sein. Und vielleicht ergibt sich auch die Möglichkeit ein bisschen an der Treffsicherheit zu üben und sich Selbstvertrauen im Torabschluss zu holen.

(bph)
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