Netzschau zum Spiel der Alemannia Aachen gegen den SC Wiedenbrück

Netzschau zum Spiel der Alemannia in Wiedenbrück : Mit drei Punkten zurück aus Wiedenbrück

Was gibt es schöneres für Alemannia-Anhänger als ein Nachholspiel in Wiedenbrück unter der Woche um 19 Uhr? Richtig: vieles. Hat die Reisestrapazen trotzdem auf sich genommen: unsere Netzschau.

Nachholspiele sind weder bei den Verantwortlichen noch bei den Fans sonderlich beliebt. Warum? Weil sie meist unter der Woche ausgetragen werden (müssen) und es in der Regel Partien betrifft, die eine lange Anreise mit sich ziehen. Beispiel gefällig? Die Alemannia musste am Dienstagabend in Wiedenbrück antreten. Zwischen dem Tivoli und dem Jahnstadion liegen rund 230 Kilometer.

Trotzdem waren fast 900 Zuschauer vor Ort und natürlich auch viele aus der Kaiserstadt. Und selbst Bielefelder – aber die müssen schließlich auch schauen, wo sie bleiben. In einer Stadt zu leben, die es nicht gibt, ist gar nicht mal so einfach.

Kurzer Blick auf die Mannschaftsaufstellungen:

Und ja, der Daniel Brinkmann bei den Gastgebern ist DER Daniel Brinkmann. Für die Alemannia schnürte er einst die Schuhe in der zweiten Liga, mit Augsburg kickte der schlaksige Mittelfeldspieler sogar in der Bundesliga. Warum? Das weiß bis heute keiner.

Aber da man die Vergangenheit auch mal hinter sich lassen muss, ein Blick in die Zukunft: ein Großteil des aktuellen Kaders von Fuat Kilic hat bereits Arbeitspapiere für die kommende Saison am Tivoli unterschrieben. Das betrifft vor allem die Defensive. In Wiedenbrück war nun Gelegenheit für die Abteilung Attacke sich zu zeigen.

Und die lieferte: Dimitry Imbongo und Vincent Boesen trafen beide bereits in der ersten Halbzeit und stellten die Weichen früh auf einen Auswärtssieg.

Für die Daheimgebliebenen war das aber nicht immer perfekt zu sehen:

Aber immerhin gab es überhaupt Bewegtbild, nicht selbstverständlich in der Regionalliga. Und ein ganz großer Vorteil: keine Experten wie Lothar M. und dergleichen. Aber wir schweifen wieder ab.

In der zweiten Halbzeit hatte die Alemannia dann kurz mal Glück in Wiedenbrück (der Reim ließ sich nicht vermeiden). Daniel Brinkmann, ja DER Daniel Brinkmann, setzte einen Elfmeter für die Gastgeber an den Pfosten und der Auswärtssieg war eingetütet.

Für die mitgereisten Aachener hatten sich die Reisestrapazen damit mehr als gelohnt.

Und sogar aus dem weit entfernten Cleveland gab es Lob für die Tivoli-Truppe:

Kommenden Samstag steht dann schon die nächste Reise an. Für die Alemannia geht es nach Herkenrath. Lässt sich das natürlich auf keinen Fall entgehen: unsere Netzschau.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Alemannia fährt mit 2:0-Sieg zurück nach Aachen

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