Netzschau zum Spiel Borussia Dortmund II gegen Alemannia Aachen

Netzschau zum letzten Ligaauftritt 2018/19 : Zum Abschluss Schwarz gegen Gelb

So krampfhaft die Game-of-Thrones-Macher versuchen in der abschließenden Staffel unvorhersehbaren Wendungen einzubauen, so wenig überraschend war Alemannias letzter Ligaauftritt in dieser Saison. Fast schon traditionell hat die Mannschaft vom Tivoli die Partie des 34. Spieltages nicht gewonnen. In Dortmund gab es eine 1:3-Niederlage. War trotzdem mit dabei, hat das gute Wetter genießen können und die goldene Ananas verspeist: unsere Netzschau.

33 Ligaspiele sind absolviert. Es geht um nichts mehr. Gewinnt die Mannschaft, bleibt sie auf dem sechsten Platz. Verliert die Mannschaft, bleibt sie auf dem sechsten Platz. Im Fernsehen läuft die erste Meisterentscheidung in der Bundesliga am letzten Spieltag seit zehn Jahren. Die Aussichten auf einen Sieg der Alemannia sind aufgrund der Spiele in den vergangenen Wochen eher überschaubar. Und trotzdem: auf nach Dortmund! Das muss Liebe sein.

Im Schatten des Westfalenstadions sollte sich das Team von Fuat Kilic auf das wichtigste Spiel der Saison einspielen: In kommenden Woche steht das FVM-Pokal-Finale in Bonn gegen Fortuna Köln auf dem Plan. Und grundsätzlich gilt bei der Alemannia immer: Trikot mit Stolz tragen und für die eigenen Farben kämpfen. Immer. Egal was für ein Spiel gerade absolviert wird.

Im Umfeld des Deutschen Bergbau-Museums trafen die Kaiserstädter auf die “kleine” Borussia aus Dortmund, deren große Vorbilder etwas zeitversetzt um die Deutsche Meisterschaft spielten (und nicht holten).

Auf dem Platz im Stadion Rote Erde standen sich somit Schwarz-Gelb gegen Schwarz-Gelb gegenüber. Damit es aber nicht zu Verwirrungen kam, spielten die Aachener in Gelb, die Dortmunder in Schwarz. (Überschrift erläutern: check.)

Fun Fact am Rande: Die Tickets für das Spiel waren mit sechs Euro pro Karte günstiger als der empfohlene Parkplatz für die Gäste aus der Kaiserstadt. Die wurden mit sieben Euro berechnet.

Zum Spiel selber ist nicht viel zu schreiben. Wieder geriet das Team in Rückstand, konnte aber zwischenzeitlich durch einen der wenigen Beständigen den Anschlusstreffer erzielen – Dimitry Imbongo markierte seinen elften Treffer in der Liga. Viel half das nicht, denn bereits zur Pause lag der FVM-Pokal-Finalist wieder hinten. Am Ende blieb ein 1:3.

Während es auf dem Rasen für die Alemannia eher weniger lief, lief sich Geschäftsführer Martin vom Hofe im Gästeblock die Füße wund und bastelte an seinem Team 2019/20. Bei einem Wunschkandidaten war er wohl nah an der Verpflichtung:

Irgendwann währenddessen fiel im Hintergrund das 0:2 aus Aachener Sicht:

Immerhin: Da der Mai aktuell als April unterwegs ist, war die Wetterlage vor Spiel ungewiss. Wird es regnen? Stürmen? Oder schneien? Oder strahlt vom Himmel warmer Sonnenschein? (Ähnlichkeiten mit bekannten Kinderliedern sind rein zufällig und nicht beabsichtigt, Ohrwurm auf eigene Gefahr, wir übernehmen keine Haftung). Doch das Wetter zeigte sich vor und während des Spiels von seiner besten Seite und so konnten die mitgereisten Fans wenigstens die Sonne genießen.

Denn das Spiel der eigenen Mannschaft gab letztendlich nicht viel Grund zur Freude.

Auf der einen Seite verständlich, denn es ging um nichts, unterbewusst ist man bereits beim Highlight in der kommenden Woche und dennoch ist es ärgerlich, dass die letzten drei Ligaspiele allesamt verloren wurden. Das trübt die Vorfreude und hinterlässt keinen guten Eindruck. Vereinzelte Fans waren daher nach dem Abpfiff auch sauer. Auf den Körner Borussen Oppa trifft das natürlich nicht zu:

Von den meisten der mitgereisten Alemannia-Anhänger wurde die Mannschaft nach Spielschluss aber wohlwollend am Zaun empfangen und schon einmal auf das FVM-Pokal-Finale in einer Woche eingestimmt und heiß gemacht. Da muss die Mannschaft ein anderes Gesicht zeigen. Aber das wird sie auch.

Die Liga ist nun rum, nach 34 Spieltagen steht erneut der sechste Platz zu Buche. Aber war das nicht auch der Platz, der zweimal belegt wurde, ehe es damals hoch in die Bundesliga ging? Man darf ja mal träumen!

Isst jetzt noch die letzten Stückchen Ananas und freut sich auf das anstehende Endspiel in Bonn: unsere Netzschau.

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