Netzschau zum Spiel Alemannia Aachen gegen TuS Haltern

Netzschau zum Spiel der Alemannia gegen den TuS Haltern : Versprechen geHALTERN

Bereits drei absolvierte Pflichtspiele in der Saison 2019/20 und noch kein Sieg? Im Vorfeld der Partie gegen den TuS Haltern hatte Fuat Kilic Wiedergutmachung für den „Stotterstart“versprochen. Und seine Mannschaft lieferte – und wie. Ist immer noch euphorisch: unsere Netzschau.

Das Pokalflair war verflogen, der Regionalligaalltag stand bei der Alemannia am Dienstagabend wieder auf dem Plan. Und Abendspiele bedeuten Flutlichtspiele:

Regionalliga, Dienstagabend und ein Aufsteiger zu Gast: Vor dem Spiel war allen Beteiligten klar, dass der Tivoli nicht erneut mit über 30.000 Zuschauern wie noch im DFB-Pokal gegen Leverkusen gefüllt sein würde. Gründe für ein Kommen hatte die Mannschaft in diesem Spiel aber auf dem Rasen geliefert. Von daher galt: Kommen und supporten!

Tatsächlich und ausnahmsweise mal nicht vor Ort: Geschäftsführer Martin vom Hofe, der in Frankreich weilte.

Frankreich? Das Land des aktuellen Fußball-Weltmeisters? Noch ist das Transferfenster geöffnet!

Viel wichtiger war aber sein Aufruf, dem natürlich Folge geleistet wurde:

Statt 5000 waren es am Ende sogar über 6000 Zuschauer, die den Weg ins Stadion fanden. Die Anzeigetafel verkündete im Laufe der Partie eine exakte Anzahl von 6300.

Und die wurden für ihr Kommen schnell belohnt. Es waren noch keine vier Minuten gespielt, da führte die Alemannia auch schon durch Florian Rüter, der einen Konter aus dem Lehrbuch vollendete: Matti Fiedler mit einem langen Ball über den halben Platz genau in den Fuß von David Bors, der direkt auf André Wallenborn weiterleitete, Pass nach Innen und Aachens Nummer sieben hinein ins Glück!

Danach folgten Chancen fast im Minutentakt, doch beim Pausenpfiff stand es nur 1:0.

In der Kabine beziehungsweise in der Ausweichkabine, weil ein Ventilplatzer alles unter Wasser gesetzt hatte, bekamen die Aachener wohl Zielwasser zu trinken (ob es das Wasser aus den echten Kabinen war, konnte bisher nicht aufgedeckt werden). Denn in der zweiten Hälfte klappte es auch mit dem Toreschießen. Und wie! André Wallenborn, der von seinen Teamkameraden Walle genannt wird, räumt als WALL-E in der Regel hinten in der Defensive auf, zeigte am Dienstag aber, dass er Interesse am Spitznamen WallenBOOM hat. Mit einem Strahl in der 61. Minute zimmerte er die Alemannia 2:0 in Führung.

Steven Rakk machte kurz vor Schluss, nach einer schönen Kombination, mit seinem Treffer zum 3:0 noch den Deckel drauf. Der erste Saisondreier war eingetütet und hübsch verpackt.

Entsprechend wurde die Mannschaft nach dem Spiel auch gefeiert. Womit? Mit Recht!

Trotz aller Feierei: Nach dem Spiel ist vor dem Spiel. Deshalb geht der Blick auch schon in Richtung Samstag. Da erwartet die Alemannia mit dem VfB Homberg den nächsten Aufsteiger auf dem Tivoli.

Übrigens, jetzt nicht im Netzschau-Fanshop: Die neue Single von Peter Hackenberg „Haltern am See“

„Und am Ende des Spiels verliert Haltern am See,
schwarz-gelber Freudentaumel wohin ich auch seh.
Drei Punkte im Sack, ach was ist das schön.
Kommt alle vorbei, Samstag wird’s wieder so gehen.“

Hört jetzt noch ein wenig Musik und freut sich auf das nächste Spiel: die Netzschau!

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