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Netzschau zum Spiel Alemannia Aachen gegen den Wuppertaler SV

Netzschau zum letzten Heimspiel 2019 : Euphoriebremse Wuppertal Teil 2

Nach der Hinrunde mit wenig Konstanz wollte die Mannschaft von Fuat Kilic mit dem Rückrundenauftakt gegen Wuppertal vieles besser machen. Das Ziel im letzten Heimspiel 2019 sollte der Beginn einer Serie sein, die im Direktvergleich mit jedem Hinrundenspiel ein besseres Abschneiden versprach. Doch gegen den WSV war es eigentlich genau wie zum Saisonstart. Erlebte auf dem Tivoli ein Déjà-vu: die Netzschau.

Vor dem Spiel am Samstag belegte Aachen den siebten Platz mit 14 Punkten Rückstand auf den Tabellenführer aus Verl auf dem ersten Platz und 12 Punkten auf den 15. Platz, den möglichen ersten Abstiegsplatz. Wer also im Duden das Wort Mittelmaß suchte, hätte die Alemannia als Definition gefunden. Kein Wunder, gab es in der Hinrunde Punkte gegen die Topteams aus Verl oder Rödinghausen, dafür aber auch Punktverluste gegen die Bonn, Homberg oder eben den Gegner vom Samstag aus Wuppertal.

Gegen eben jene setzte es gleich zum Saisonauftakt eine mehr als unnötige Niederlage im Stadion am Zoo. Die erste vieler kleiner Euphoriebremsen der Saison, in der die Truppe vom Tivoli ursprünglich „oben mitspielen“ wollte. Stattdessen gab es in Wuppertal sehr viel Ballbesitz, viele gute Chancen und Ansätze. Doch der Gegner machte die Tore, gewann 2:1, die ganz große Euphorie verflüchtigte sich bei den Schwarz-Gelben schon ehe sie so richtig aufkommen wollte.

All das sollte am Samstag vergessen und besser gemacht werden. Es war wieder Matchday:

Im letzten Heimspiel in diesem Kalenderjahr wollten sich Aachens Trainer und seine Mannschaft „bei den Fans für die Unterstützung bedanken“, die wollten auf den Rängen auch noch einmal alles geben.

Und wie könnte man das besser machen als mit einer Choreo zum Einmarsch der Mannschaften?

Was folgte, war dann allerdings ein mehr als bekannter Ablauf. Auf einen detaillierten Spielablauf verzichten wir daher an dieser Stelle. Kurz zusammengefasst: Alemannia machte, Alemannia drückte, Alemannia versuchte, Alemannia tat, traf aber nicht. Das erledigte der Gegner mit der ersten Chance. Es folgten wütende Aachener, die den Ausgleich erzwangen, nur im Gegenzug eine Lehrstunde im Nutzen von Ecken zu erhalten, aus denen man selbst aber mal wieder so gar nichts machte. Und so stand es nach 90 Minuten 1:2, Wuppertal holte nach 14 vergeblichen Anläufen wieder einen Sieg, den Schwarz-Gelben wurde wieder einmal der Wind aus den Segeln genommen, damit die Euphorie gar nicht erst auslaufen konnte … Ein Symbolvideo sinnbildlich für das Spiel und den Saisonverlauf:

Nach dem Schlusspfiff gab es keine Feierstimmung, eigentlich sollte die Partie zur Einstimmung auf die anschließende gemeinsame Weihnachtsfeier von Mannschaft und Fans im Starfish dienen, es herrschte Enttäuschung und Unverständnis:

Sollte eine Phrase ein Spiel jemals perfekt zusammengefasst haben, dann diese hier:

Zum Abschluss noch ein paar optische Eindrücke zum letzten Heimspiel der Alemannia im Jahr 2019:

Und der Hinweis: Ein Spiel gibt es in diesem Jahr für die Kaiserstädter noch. In der kommenden Woche reist Fuat Kilic mit seiner Alemannia vom Tivoli aus in die Landeshauptstadt. Dort wartet die zweite Mannschaft der Fortuna auf die Aachener. Im Hinspiel gab es ein 1:1. Das sollte im besten Fall getoppt werden.

Versucht die Heimpleite bis dahin abzuhaken, um in Düsseldorf wieder angreifen zu können: die Netzschau.