Netzschau zum Spiel Alemannia Aachen gegen Borussia Mönchengladbach II

Netzschau zum Spiel der Alemannia gegen M'Gladbach II : „Langweilig war es nicht, aber das Ende war halt kacke“

Es gibt diese Spiele, die als Werbung für den Fußball bezeichnet werden. Die bieten meist Emotionen, Kuriositäten und vor allem viele Tore. Davon gab es auf dem Tivoli am Samstag reichlich - leider eins zu viel auf der falschen Seite. Wer sich da ganz sicher ist? Unsere Netzschau.

Nach dem Pokal-Halbfinalerfolg unter der Woche in Düren rief Fuat Kilic die letzten drei Ligaspiele zum Casting für einen Startplatz im Finale aus. Den Auftakt der Bewerbungsreihe machte das Spiel gegen die Zweitvertretung von Borussia Mönchengladbach. Das Hinspiel ging schon mehr als unnötig verloren, sodass es zusätzlich auch noch eine Motivation zur Wiedergutmachung gab. Spoiler: Es gab erneut eine Niederlage, die so nicht hätte sein müssen.

Aber von vorne. Nach dem Ausflug an die Westkampfbahn freuten sich die Fans wieder auf ihr Wohnzimmer:

Dort sollte auch lecker Essen serviert werden. Garniert mit drei schmackhaften Punkten:

Da reiste sogar die „Delegation“ aus England höchstpersönlich an:

Was auch immer sich die Tivoli-Truppe vorgenommen hatte, nach nicht einmal drei gespielten Minuten war das hinfällig. Die Gäste gingen in Führung. Die Schwarz-Gelben steckten aber nicht auf, blieben sich aber ihrer Linie in der Saison treu und vergaben zunächst einmal gute Gelegenheiten zum Ausgleich. Als Dank folgte das 0:2 – nach nicht einmal 20 Minuten. Ganz schön flott unterwegs die jungen Fohlen.

Doch was die Gladbacher können, können die Alemannen schon lange. Nach dem Pausenpfiff brauchte es keine zwei Minuten, da stand es nach Treffern von Kai Bösing (Gute Besserung an dieser Stelle, da Aachens Nummer 7 verletzt ausgewechselt werden musste und das Stadion nur auf Krücken verlassen konnte) und Dimitry Imbongo 2:2.

Und Aachens Stürmer war an diesem Nachmittag noch nicht fertig mit der Arbeit:

Unter den 4400 Fans freute das vor allem rund 15 bis 20 Niederländer, die “Dimiiiiiiiiiiitrrrrryyyyy” ganz besonders anfeuerten und immer wieder „Dimitry Imbongo, O-ohohoho!“ anstimmten.

Während das Wetter munter zwischen Sonnenschein, Regen, Sturm und Hagel wechselte, ging auch die Achterbahnfahrt auf dem Platz weiter, denn leider dauert ein Fußballspiel in der Regel 90 Minuten. Die Aachener hatten die jungen Fohlen fast niedergestreckt, das zwischenzeitliche 3:2 hätte der Knock-out sein müssen, aber: Fußball wird nicht im Konjunktiv gespielt. Statt eines vierten Treffers für den Gastgeber, gab es die Gegentreffer drei und vier und plötzlich war das Spiel aus.

Die möglichen drei Punkte und ein Schielen auf Platz 3? Vom Winde verweht …

Oder anders zusammengefasst:

In der kommenden Woche gibt es dann bereits das nächste und letzte Heimspiel in dieser Saison, wenn der Bonner SC auf dem Tivoli zu Gast sein wird.

Und dieses Spiel wird emotional: Es ist der 20. Todestag von Mr. Alemannia Werner Fuchs.

(bph)
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