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Licht an, und 20.000 Fans kommen zur Party

Licht an, und 20.000 Fans kommen zur Party

Aachen. Der Freitag war noch einmal ein guter Tag im Leben des Fußball-Profis Quido Lanzaat. Dafür sorgte aber nicht sein Verein 1860, sondern die Münchner Staatsanwaltschaft. Sie sprach den Niederländer von jedem Verdacht der Wettmanipulation frei.

Es ist unglücklich gelaufen für Lanzaat, der zum zweiten Male in seiner Karriere nach dem Canabis-Konsum noch bei Bor. Mönchengladbach überregional in die Schlagzeilen geriet - diesmal, so sieht es aus, unschuldig. Noch prüfen Verein und die Anwälte des Spielers, ob sie eine Klage gegen die fahrlässige Münchener „tz” anstrengen können, um den Schaden ein wenig finanziell abzufedern.

Zuletzt nach der Partie in Burghausen (0:1) platzte dem neuen 1860-Manager Stefan Reuter der Kragen: „Die Einstellung einiger Spieler zu ihrem Beruf ist für mich nicht nachvollziehbar - das können wir uns als Verein nicht bieten lassen.” Worte wie Blitze. Zudem wolle man für die neue Spielzeit „Spieler finden, die für 1860 durchs Feuer gehen”.

Kurzfristig muss Reuter mit den aktuellen Spielern auskommen, und die müssen sich am Montag in Aachen erwehren. Das Licht geht an, und am prall gefüllten Tivoli werden 20.000 Menschen die Mannschaft nach Kräften anschieben. Alemannia kann den Vorsprung auf den Nicht-Aufstiegsplatz auf traumhafte zwölf Punkte Vorsprung schrauben und nebenbei auch wieder Klassenprimus werden. Manager Jörg Schmadtke bleibt der Dauerrufer in der Wüste. „Wir sollten uns davor hüten, dass jetzt eine Leichtigkeit einzieht. Wir sind noch nicht durch, wir müssen bis zum Ende die Ernsthaftigkeit aufrecht halten.”

Zuletzt jagte das Team allerdings mit einem beeindruckenden Selbstbewusstsein über die Felder. Nicht helfen gegen 1860 kann Moses Sichone, der sich nach seinem Bänderriss noch nicht ausreichend fit für die Stammelf hält. Dafür ist Thomas Stehle wieder einsatzbereit. Bei Reghecampf schmerzen noch die Rippen, Ersatzkeeper Stephan Straub plagt eine Grippe. Mit ein paar Fragezeichen geht der Trainer in das Heimspiel. „Die Antwort muss das Team geben”, meint Dieter Hecking. „Die Gruppe ist gefestigt und wird wieder eine gute Leistung anbieten.” Und weil Trainer im Moment des größten Triumphes selten von Bord gehen, zeichnet sich auch ab, dass Hecking und natürlich auch sein Co Dirk Bremser ihre Verträge verlängern werden. Und zwar langfristig, betont Schmadtke. Die Weichen Richtung Bundesliga werden gestellt.