Traditionsduell gegen RW Essen: Kilic erwartet „hochintensives” Spiel

Traditionsduell gegen RW Essen : Kilic erwartet „hochintensives” Spiel

Fuat Kilic vor dem Westschlager in Essen: „Das wird ein hochintensives Spiel“

Der höchste Heimsieg seit 2009 war erst wenige Minuten alt und endlich kamen sich die neuformierte Mannschaft und die Fans etwas näher. Gemeinsam wurden nicht nur drei Punkte gefeiert, sondern auch das lang erhoffte Lebenszeichen der Spieler in Schwarz-Gelb.

Das 5:1 gegen den TV Herkenrath soll endlich den Startschuss bedeuten für die Tivoli-Kicker, die in vielen Spielen bedenklich harmlos in der gegnerischen Hälfte agierten. Zur Symbolfigur dieses bemerkenswerten Mittwochabends wurde Dimitry Imbongo Boele, der nach fünf torlosen Spielen gleich dreimal einnetzte und mit personalisiertem Gesang der Fans geadelt wurde. „Ich hoffe, dass wir noch öfter solche Spiele haben. Wir hatten eine sehr gute Tiefe im Spiel und es wäre schade, wenn der Knoten jetzt nicht geplatzt ist”, freute sich auch Alemannias Kaderbastler Fuat Kilic.

Die Gala kam wie bestellt vor dem Traditionsduell bei Rot-Weiss Essen (So., 14 Uhr). 82 Mal trafen die beiden Kontrahenten bereits aufeinander, es ist eins der wenigen echten Derbys der Regionalliga West und avancierte bei vielen Fans in Zeiten der sportlichen Tristesse zum Highlight der Saison - nicht erst seit dem 1:0-Sieg im ausverkauften Tivoli vor drei Jahren. Mit Rückenwind und rund 1.000 Anhängern reisen die Schwarz-Gelben ins Ruhrgebiet, wo die Essener zurzeit die gegenteilige Entwicklung ihres Gegners durchmachen: Seit vier Spielen wartet der Tabellenviertel auf einen Sieg. „Rot-Weiss Essen hat momentan eine schwierige Phase, aber sie waren nicht ohne Grund Erster, ich habe sie ein, zwei Mal sehen können”, mahnt Kilic. „Mit Kai Pröger und Marcel Platzek haben sie enorm Qualität verloren und diese Ausfälle machen sich bemerkbar. Aber auch gegen Mönchengladbach haben sie ein gutes Spiel gemacht, wo sie auch als Sieger vom Platz hätten gehen können.”

20 Tore von zehn verschiedenen Schützen stehen für die Mannschaft von der Hafenstraße zu Buche. Ein Gegner, der so ins offene Messer stürmt, wie es am Mittwochabend der Fall war, wird nicht zu erwarten sein. Die Alemannia wird zeigen müssen, dass man auch mit Geduld die Aufgabe lösen kann und sich nicht von dem erwarteten, lautstarken Publikum aus dem Konzept bringen lässt. „Das wird ein hochintensives Spiel, wo jeder weiß worum es geht und ich hoffe, dass meine Mannschaft Spaß hat und so befreit aufspielen kann, wie am Mittwoch”, ist sich auch Kilic der Bedeutung des Spiels bewusst. Verzichten muss er dabei definitiv auf Marc Kleefisch. Marcel Kaiser und David Pütz sind noch angeschlagen, bei ihnen entscheidet sich der Einsatz erst kurzfristig.

Patrick Salata: "Wir glauben an uns und haben Bock aufs Spiel"

Die schwarz-gelbe Hoffnung ruht nicht zuletzt auf den Torschützen vom Mittwoch. Imbongo, der in bester Balotelli-Manier zum Torjubel poste, will nun endlich das Vertrauen in ihn zurückzahlen. Robin Garnier punktete mit seinem konsequenten Nachsetzen, das auch zum ersten Treffer führte. Zudem gelang ihm in der Nachspielzeit ein sehenswerter Schlenzer.

Gegen Rot-Weiss Essen soll nun der Nachschlag folgen, der die Stimmung im Alemannia-Umfeld nachhaltig aufhellen könnte.

Mögliche Aufstellung

Jakusch - Fiedler, Heinze, Hackenberg, Salata - Müller - Glowacz, Batarilo, Bösing, Garnier - Imbongo

Schiedsrichter: Fabian Maibaum (Hagen)

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