Aachen: „Kein Leckerbissen“: Alemannia besiegt Verl 2:0

Aachen: „Kein Leckerbissen“: Alemannia besiegt Verl 2:0

Die letzten Worte, die Fuat Kilic seinem Assistenztrainer vor dem Duell gegen den SC Verl mit auf den Weg geben sollte, kamen einer Drohung gleich. „Wehe, du gewinnst das Spiel nicht“, sagte Alemannias gesperrter Cheftrainer scherzhaft zu Simon Pesch.

Kilic nahm seinen reservierten Platz in einer Loge ein, Interimschef Pesch hielt seine Motivationsrede in der Kabine. Und die verfehlte ihre Wirkung nicht: Die Aachener erkämpften sich in einem über weite Strecken zähen Spiel einen 2:0-Erfolg.

Die Aachener schüttelten sich, Bösing verpasste nach einem schweren Patzer in der Verler Hintermannschaft die Vorentscheidung (70.). „Das Spiel hätte in dieser Phase zwei Richtungen einschlagen können“, beobachtete Pesch von der Seitenlinie. Die Richtung blieb jedoch die gleiche, da weder Liehrs Kopfball (73.), noch der direkte Konter der Alemannia in Überzahl eine Änderung des Spielstandes nach sich zogen. Die Aachener Defensive hielt dem Druck stand, „wir haben die Kontersituationen aber nicht gut ausgespielt“, monierte der eingewechselte Kai Bösing.

Der Ärger hielt sich in Grenzen, da Bösing nach einem schnell vorgetragenen Angriff in Überzahl für das 2:0 sorgte (87.). „Das war die Entscheidung“, freute sich Simon Pesch über seine „geglückte Premiere“. Für Fuat Kilic war es dagegen eine unschöne Premiere, „ich habe mehr Meter in der Loge gemacht, als ich unten am Spielfeldrand gemacht hätte.“ Dennoch freute sich der beschäftigungslose Übungsleiter über den Sieg und den Sprung auf Platz fünf. „Eine schöne Momentaufnahme.“

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