Aachen: Kandidaten: Wer könnte neuer Sportdirektor werden?

Aachen: Kandidaten: Wer könnte neuer Sportdirektor werden?

Nach der Beurlaubung von Sportdirektor Andreas Bornemann sucht Alemannia Aachen einen Nachfolger. Wir stellen mögliche Kandidaten vor.

Rolf Dohmen, 57

Der gebürtige Kreuzauer und ehemalige Bundesliga-Profi arbeitete in der Geschäftsführung von Nike Deutschland, war Spielerberater, bei Eintracht Frankfurt Manager und Interimstrainer und ist seit 15. Mai 2002 Sportdirektor des Karlsruher SC. Er sanierte den Klub und führte ihn in die Bundesliga. Zum Vertragsende 2010 hat er sein Ausscheiden angekündigt. Bereits vor der Verpflichtung von Andreas Bornemann im vergangenen Jahr hatte Dohmen „ein sehr gutes Gespräch mit Frithjof Kraemer und Erik Meijer geführt. Meine Frau sagte: ,Mach es’, aber ich bin einer, der einen Vertrag nicht gerne bricht.” Nun könnte es passen. „Aachen ist im Grunde Heimat, Alemannia immer ein interessanter Verein, gerade jetzt mit dem neuen Stadion. Ich bin für alles offen.”

Thomas Hengen, 35

Der DFB-Pokalsieger 1996 (mit dem 1. FC Kaiserslautern) war am Tivoli Profi, Leiter des Nachwuchsleistungszentrums und Trainer der U 23. Seit knapp zwei Jahren im Besitz der Fußballlehrer-Lizenz (der letzte Lehrgang unter Erich Rutemöller), seit diesem Jahr hauptamtlicher Scout des Premier-League-Klubs FC Everton. „Generell kann man sich immer austauschen, das kann nie schaden”, sagt Hengen, der sich die Aufgabe zutraut. „Ich wüsste schon, wie ich die Sachen anzupacken hätte. Man kann nicht immer nur mit dem Strom schwimmen, es gäbe mit Sicherheit ein paar unangenehme Dinge zu entscheiden. Man müsste auch mal Strukturen ändern, frisches Blut in den Verein bringen.”

Eric van der Luer, 44

Der ehemalige niederländische Nationalspieler, Pokalsieger, Europacupspieler und Alemannia-Profi (DFB-Pokal-Finalist 2004) ist seit knapp eineinhalb Jahren Trainer von Aachens U 23. Aus der Findungskommission, die den Nachfolger von Jörg Schmadtke suchte, schied van der Luer vor einem Jahr frühzeitig aus, weil er selbst ein Kandidat wurde. Am Sonntag nannte Aufsichtsratschef Jürgen Linden seinen Namen - neben dem von Erik Meijer - bereits öffentlich. „Mit dem Bild, das viele von draußen von Alemannia haben, ist es schwierig umzugehen”, sagt van der Luer. Und signalisiert: „Wenn der Verein denkt, dass ich das machen kann, bin ich bereit, darüber nachzudenken” - über den Wechsel auf die Position des Sportdirektors.

Markus von Ahlen, 38

Der frühere Bundesliga-Profi musste seine Karriere 2002 verletzungsbedingt am Tivoli beenden. Bis 2008 war er Jugendtrainer bei Bayer Leverkusen, seit Sommer letzten Jahres ist er Chefcoach der Bundesliga-B-Junioren des Hamburger SV. Von Ahlen besitzt die Fußballlehrer-Lizenz und hat Sportfachwirt sowie Sport-Management studiert. Beim HSV steht er noch bis Juni 2011 unter Vertrag. Für eine Stellungnahme war von Ahlen am Montag nicht zu erreichen.

Karlheinz Pflipsen, 39

Der Ex-Profi (Borussia Mönchengladbach, Panathinaikos Athen, von Oktober 2001 bis zum Pokalfinale 2004 als Kapitän bei Alemannia) hängte im Alter von knapp 35 Jahren bei 1860 München seine Schuhe an den Nagel. In der vergangenen Saison trat der Fußballlehrer seine erste Stelle als Trainer bei der U 23 von Rot-Weiß Essen an, im Februar wurde die Zusammenarbeit beendet. Pflipsen betreibt eine Fußballschule. „Die drei Jahre in Aachen stehen ganz oben in meiner Karriere. Es war eine wunderschöne Zeit mit einer Mannschaft, die vom Charakter her ihresgleichen sucht. Alemannia ist nach wie vor eine Herzensangelegenheit und immer eine absolut reizvolle Aufgabe.”

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