Aachen: Interims-Coach Kronhardt: „Die Jungs sind gut, ich glaube an sie”

Aachen: Interims-Coach Kronhardt: „Die Jungs sind gut, ich glaube an sie”

Es läuft momentan nicht alles rund am Tivoli. Noch bevor das Ensemble von Alemannia Aachen hinter verschlossenen Toren den Rasen betrat zum Test gegen den belgischen Erstligisten Cercle Brügge, drohte die Lautsprecher-Anlage zu zerbersten: „Achtung Achtung - bitte räumen Sie sofort das Gebäude.”

Das erste Spiel unter der Verantwortung von Interims-Coach Willi Kronhardt endete dann doch mit einem Erfolgserlebnis. Benny Auer (5. Minute, Elfmeter/Foul an Gueye), Manuel Junglas (56.) und Seyi Olajengbesi (59.) schossen ein 3:1 heraus, Tony Sergeant (31.) hatte zwischenzeitlich ausgeglichen und „Zettel-Willi” - bei dem einen oder anderen Stockfehler - viel Positives notiert.

„Zu 90 Prozent haben wir die taktische Ausrichtung umgesetzt”, die Arbeit gegen den Ball stellt sich Kronhardt „so jeden Tag vor”. Der 40-Jährige, der seinen vorübergehenden „Aufstieg” nicht mit einem Kleiderwechsel feiert und der wie Reiner Plaßhenrich als „Co” an der Linie arbeitet, macht klare Ansagen.

„Mit Disziplin und Fleiß ist Erfolg möglich. Dem Erfolg ordne ich alles unter. Die Jungs sind gut, ich glaube an sie. Aber ich werde nur die aufstellen, von denen ich überzeugt bin, dass sie alles für das Team und den Klub geben.”

Kevin Kratz zum Beispiel machte gegen Brügge richtig Freude. Ein Fingerzeig: Kronhardt ließ nur noch einen „Sechser” - Kapitän Cristian Fiel - vor der Abwehr spielen. „Aber das System ist nicht ausschlaggebend, sondern der Wille. Und wenn wir am Sonntag in Oberhausen drei Punkte holen, dann ist mein Job erfüllt.”

Alemannia: Hohs (46. Unger) - Casper, Herzig, Szukala (46. Olajengbesi), Achenbach - Fiel (46. Burkhardt) - Adlung (46. Müller), Kratz (46. Junglas), Gueye (46. Milchraum) - Auer (46. Oussalé), Nemeth (46. Pires-Rodrigues)