Aachen: Es ist soweit: Vorhang auf für den neuen Tivoli!

Aachen: Es ist soweit: Vorhang auf für den neuen Tivoli!

Die letzten Möbel sind angeliefert, die Banden funktionieren, der Ordnungsdienst ist am neuen Einsatzort geschult, und auch die Drehkreuze machen keine Probleme.

Hier und da muss noch ein Deckchen gestrichen werden, „aber dieser Tanker ist nicht mehr aufzuhalten”, grinst Stephan van der Kooi, der emsige Projektmanager des neuen Tivoli. Es ist angerichtet.

Jahrzehntelang wurde geplant, geredet, verworfen - am Montag ist es so weit. Der Verein hat etwas Großartiges geschaffen. Die letzte Abnahme vor dem Spiel erfolgt am Mittag. Und sobald alle Behördenstempel eingesammelt sind, kann Alemannia bei der DFL die Spielstättengenehmigung beantragen.

Ein formaler Akt. Niemand geht davon aus, dass die DFL die Party absagt, schließlich haben die Geschäftsführer Holger Hieronymus oder auch Liga-Vizepräsident Harald Strutz (Mainz) ihr Kommen zugesagt.

Auf der Liste der Ehrengäste stehen alle Minister aus Aachen, aber natürlich auch Dieter Hecking und Ex-Manager Jörg Schmadtke, der mit seinem Geschick erst die Voraussetzungen für das neue Bauwerk geschaffen hat. „Die Verdienste solcher Männer sind mir ein bisschen zu untergegangen in den letzten Wochen”, meint Aachens Trainer Jürgen Seeberger.

Für ihn geht´s am Montag um 20.15 Uhr wieder um aktuelle Verdienste. Eine der offenen Fragen bleibt die Besetzung im linken Mittelfeld. Für Patrick Milchraum gibt es ein historisches Argument.

Der 25-Jährige ist ein geübter Stadioneinweiher, vor gut vier Jahren schoss er damals noch für 1860 München (gegen den 1. FC Nürnberg) das erste Tor in der Münchner Allianz-Arena. Und der schussstarke Profi will endlich die Kurve kriegen. Dauerhaft.

„Ich will definitiv mehr Konstanz erreichen”, sagt der hoch veranlagte Milchraum. Sein neuer Konkurrent auf der Außenbahn, Daniel Adlung, ist seit Fürther Zeiten eingespielt mit Linksverteidiger Timo Achenbach. Danach haben sich die Wege getrennt, Adlung lernte Wolfsburg und Felix Magath kennen.

Nicht mal für ein Bundesliga-Minütchen hat es beim Meister gereicht. Dennoch sagt Adlung, dass ihn selbst das Training mit Magath weitergebracht hätte.

„Mir fehlt noch der Spiel-Rhythmus, aber ich bin bereit”, sagt der U-21-Europameister vor dem Startschuss. Das Wichtigste: „Wir wollen Euphorie entfachen und mitnehmen.” Noch ist „das Stadion der Star” hat Seeberger gesagt, aber er hat keine Einwände, wenn am Ende des Abends die Mannschaft der Star wäre.