Die Vereine der Regionalliga West 2019/2020 in der Übersicht

Gegner von Alemannia Aachen : Das sind die Vereine der Regionalliga West 2019/2020

Ab dem 26. Juli rollt in der Regionalliga West wieder der Ball. In der Saison 2019/2020 gehen neben Alemannia Aachen 18 weitere Vereine ins Rennen. Wir stellen die Konkurrenten der Kaiserstädter vor.

Zwei Absteiger aus der 3. Liga, vier Aufsteiger, ein Neuling für die Alemannia, 19 Mannschaften insgesamt: Das ist die Regionalliga West 2019/2020. Bei so vielen Vereinen sind nicht jede Mannschaft und ihre Eigenheiten präsent. Und viel wichtiger aus schwarz-gelber Sicht: Wie hat sich die Truppe vom Tivoli bisher gegen die Konkurrenz geschlagen? Unsere Übersicht.

Alemannia Aachen

Die abgelaufene Saison endete für die Alemannia mit einem Titel. In Bonn konnten sich die Schwarz-Gelben gegen Drittligaabsteiger Fortuna Köln verdient mit 3:1 durchsetzen und sich das Ticket für den DFB-Pokal sichern. In der Liga stand in der Endabrechnung der 6. Platz. Der Abstand zu Meister Viktoria Köln betrug jedoch satte 18 Punkte. Das soll in dieser Saison anders werden, deutlich wie nie spricht man am Tivoli davon „oben mitspielen und angreifen“ zu wollen. Aachens Vorteil: Erstmals in seiner Zeit an der Krefelder Straße kann Trainer Fuat Kilic auf eine weitgehend eingespielte Mannschaft zurückgreifen. Fast alle Leistungsträger konnten gehalten werden. Zudem sprach Kilic bereits vor einiger Zeit davon, dass er nach Ablauf der Saison das Traineramt in der Regionalliga eigentlich nicht mehr ausführen möchte. Aber wie sagte schon Nico Kovac: „Stand jetzt.“

SV Bergisch Gladbach

Die Mannschaft von Trainer Helge Hohl ist eine der vier Aufsteiger. In der Mittelrheinliga lieferte sich das Team mit dem FC Wegberg-Beeck einen Zweikampf um die Meisterschaft und behielt am Ende die Oberhand. Die Bilanz der Alemannia gegen den Verein aus dem Bergischen Land ist positiv: Von den bisher vier Aufeinandertreffen gingen die Aachener zweimal siegreich vom Platz, eine Partie endete unentschieden, ein Spiel entschied Bergisch Gladbach für sich. Das bisher letzte Spiel liegt allerdings schon 67 Jahre zurück: Im Westdeutschen Pokal konnte sich die Alemannia am 8. Juni 1952 mit 12:1 durchsetzen.

Bonner SC

In der zurückliegenden Spielzeit mussten die ehemaligen Hauptstädter lange um den Klassenerhalt bangen. Das Team von Trainer Markus Zschiesche blieb letztendlich mit einem Punkt Vorsprung vor Kaan-Marienborn und dem SV Straelen über dem Strich und geht damit in die vierte Regionalligasaison seit dem Aufstieg 2016. Allerdings ohne Torjäger David Bors. Der wechselte im Sommer an den Tivoli. Dafür kehr Marcel Kaiser von Aachen zurück nach Bonn. Die Bonner Bilanz aus 33 Spielen gegen die Alemannia spricht klar für die Kaiserstädter: 18 Mal gingen die Schwarz-Gelben als Sieger vom Platz, nur achtmal die Bonner. Das bisher letzte Aufeinandertreffen entschied der Sport-Club allerdings für sich: Am 11. Mai gab es im Rahmen des 33. Spieltags der Regionalliga West einen 2:1 Auswärtssieg auf dem Tivoli – ausgerechnet am 20. Todestag von Mr. Alemannia Werner Fuchs.

Borussia Dortmund II

Der Unterbau des BVB belegte in der abgelaufenen Spielzeit den 5. Platz. 56 Punkte holten die Schwarz-Gelben aus dem Ruhrgebiet und damit sieben Punkte mehr als die Alemannia, die direkt hinter den Dortmundern platziert waren. Am letzten Spieltag der vergangenen Saison gab es für die Alemannia eine 1:3-Niederlage im Stadion Rote Erde. Dabei spricht die Bilanz noch für die Aachener. Fünf der bisher 12 Partien konnte die Tivoli-Truppe für sich entscheiden, vier Spiele endeten unentschieden, dreimal gingen die jungen Borussen als Sieger vom Platz. In der anstehenden Spielzeit will das Team von Alen Terzic wieder oben mitspielen – genau wie die Alemannia.

Fortuna Düsseldorf II

Auch Fortuna Düsseldorfs zweite Mannschaft spielt in der Regionalliga West. Dort belegte das Team von Trainer Mico Michaty in der Vorsaison allerdings nur den 12. Platz und holte nur drei Punkte mehr als die Absteiger aus Kaan-Marienborn und Straelen. Das bisher letzte Aufeinandertreffen konnten die Alemannia klar für sich entscheiden: Am 17. Februar 2019 gab es im Rahmen des 22. Spieltags der Regionalliga West ein deutliches 4:0 auf dem Tivoli. Damit konnte die gute Bilanz weiter aufgebessert werden. Von bisher 14 Spielen gingen acht an die Aachener, nur dreimal war die „Zwote“ von Düsseldorf erfolgreich.

Rot-Weiss Essen

Die Mannschaft von der Hafenstraße will auch in der neuen Saison oben angreifen und auf Sicht die dritte Kraft im Ruhrgebiet werden. Doch das Ziel verfolgen die Rot-Weißen schon seit einiger Zeit, wirklich nah dran am Aufstieg waren sie in den vergangenen Jahren nicht. In der abgelaufenen Spielzeit sprang nur Platz 8 heraus. Mit Christian Titz hat sich der Verein nun ein wenig Bundesliga-Prominenz für die Trainerbank geholt. Der ehemalige Coach des HSV soll neuen Schwung nach Essen bringen und die Aufstiegsambitionen unterstreichen. Die Wege von Essen und Aachen haben sich bereits 93 Mal gekreuzt, die Bilanz fällt aus Aachener Sicht nicht optimal aus: 33 Siegen stehen 43 Niederlagen gegenüber. Das bisher letzte Aufeinandertreffen war allerdings erfolgreich. Am 6. April 2019 gewannen die Schwarz-Gelben am 28. Spieltag der Regionalliga West auf dem Tivoli das Traditionsduell mit 2:0.

TuS Haltern

Die bekannteste Personalie des Aufsteigers aus der Oberliga Westfalen ist sicher der 1. Vorsitzende. Seit 2014 leitet Christoph Metzelder die Geschicke bei seinem Jugendverein. Der ehemalige Nationalspieler in Diensten von Borussia Dortmund, Real Madrid und Schalke 04 startete seine Karriere beim TuS Haltern und schnürte zum Abschluss seiner aktiven Zeit auch noch einmal für ein paar Spiele die Fußballschuhe für die Mannschaft aus Haltern am See. Mit 70 Punkten sicherte sich das Team von Trainer Magnus Niemöller den zweiten Platz hinter der Schalker „Knappenschmiede“ und wird in der anstehenden Spielzeit erstmals auch auf die Alemannia treffen.

VfB Homberg

Mit 83 Punkten sicherte sich das Team von Stefan Janßen souverän den 1. Platz in der Oberliga Niederrhein und damit den Aufstieg in die Regionalliga West. Statt schwarz-gelb wie bei der Alemannia heißt es bei den Duisburgern gelb-schwarz, die bisherige Bilanz ist aber ganz klar auf Seiten der Aachener: Drei der bisherigen vier Partien entschieden die Kaiserstädter für sich, ein Aufeinandertreffen endete unentschieden. Diese Punkteteilung war auch das bisher letzte Aufeinandertreffen. Das fand am 12. April 1992 im Rahmen des 25. Spieltags der Oberliga Nordrhein statt. In Homberg trennten sich beide Vereine 0:0.

1. FC Köln II

Der 1. FC Köln hat in der vergangenen Saison den direkten Wiederaufstieg in die Bundesliga geschafft, die Zweitvertretung beendete die Spielzeit auf Platz 9 in der Regionalliga West. Wie so häufig in den vergangenen Jahren starten die jungen Geißböcke mit einem neuen Trainer in die Saison: Mark Zimmermann tritt die Nachfolge von André Pawlak an, der im Trainerstab der ersten Mannschaft weiterarbeiten wird. Zwischen 2001 und 2003 spielte Zimmermann übrigens für die Alemannia, genauso wie sein Chef Matthias Heidrich, der von 2005 bis 2007 für die Schwarz-Gelben die Schuhe schnürte und nun als Leiter des Nachwuchsleistungszentrums bei den Kölnern zuständig ist. Die Bilanz gegen die „kleinen“ Kölner spricht für die Aachener. Von 21 Spielen gingen 12 Siege an die Krefelder Straße, sieben Partien entschieden die Rot-Weißen für sich. Das bisher letzte Aufeinandertreffen endete torlos. Am 8. Februar 2019 trennten sich beide Teams im Rahmen des 26. Spieltags der Regionalliga West auf dem Tivoli 0:0.

SC Fortuna Köln

Es war der 25. Mai 2019. Es war in Bonn. Es war das FVM-Pokalfinale. Es war der Nachmittag der Alemannia. Im Endspiel um den Mittelrheinpokal, das dem Sieger die Teilnahme auf DFB-Pokal ermöglicht, gewann die klassentiefere Mannschaft von Fuat Kilic gegen den Drittligisten Fortuna Köln mit 3:1 und holte sich die Trophäe. Die Kölner standen da bereits als Absteiger fest und so wird es in der kommenden Spielzeit mindestens zwei Neuauflagen der Finalpaarung geben. Thomas Stratos, neuer Coach beim SC wird dann auf Blendi Idrizi zurückgreifen können, der vom Tivoli nach Köln gewechselt ist. Gegen sein Ex-Verein wird er dann an der derzeitig ausgeglichenen Bilanz arbeiten wollen: Beide Vereine trafen bisher 59 Mal aufeinander, 21 Partien fanden keinen Sieger, 19 Spiele entschieden die Kölner für sich, 19 Spiele die Aachener. In der kommenden Saison wird die Mannschaft von Fuat Kilic Idrizi zeigen wollen, dass er sich sportlich für die falsche Mannschaft entschieden hat.

SV Lippstadt 08

41 Punkte und Platz 13 konnte sich der Aufsteiger in der vergangen Saison sichern und als einziger der vier Neulinge den Klassenerhalten feiern. Das Team von Daniel Berlinski fügte auch der Alemannia eine deutliche Niederlage zu. Am 14. April 2019 gingen die Schwarz-Gelben mit 0:3 in Lippstadt unter. Insgesamt kreuzten sich bisher viermal die Wege beider Vereine. Nur einmal ging die Alemannia als Sieger vom Platz, ein Vergleich endete unentschieden.

Sportfreunde Lotte

40 Punkte konnten die Sportfreunde in der abgelaufenen Spielzeit sammeln, die reichten aber nur für Platz 18, der den Abstieg zurück in die Regionalliga West bedeutete. Dort will das Team von Ismail Atalan, der bereits zum zweiten Mal das Traineramt im Tecklenburger Land ausübt, möglichst um den Wiederaufstieg spielen. Das bisher letzte Spiel der Alemannia endete in Lotte mit 0:1. Von allen sechs Aufeinandertreffen konnten die Schwarz-Gelben noch keins für sich entscheiden: zwei Niederlagen und vier Unentschieden stehen aktuell zu Buche. Fans, die mit dem Auto unterwegs sind, sollten für die Auswärtsfahrt schon einmal Kleingeld bereithalten, denn geparkt wird wieder auf dem angrenzenden Bauernhof am Stadion.

Borussia Mönchengladbach II

Und noch eine Zweitvertretung. Auch die zweite Mannschaft der anderen Borussia, der aus Mönchengladbach, spielt in der Regionalliga West. Die abgelaufene Spielzeit beendeten die jungen Fohlen unter Kommando von Arie van Lent, Ex-Bundesliga-Stürmer in Diensten der Borussia, auf Platz 4. Acht Punkte mehr sammelten die Schwarz-Weiß-Grünen als die Alemannia. Unter anderem auch, weil das bisher letzte Aufeinandertreffen der beiden Vereine mit 4:3 an die Mönchengladbacher ging. Das Torfestival auf dem Tivoli fand am 32. Spieltag der Regionalliga West am 4. Mai 2019 statt. Auch die Gesamtbilanz ist aus Sicht der Aachener ausbaufähig. Nur drei der insgesamt 14 Spiele konnten die Schwarz-Gelben für sich entscheiden. Fünf Partien endeten unentschieden, in sechs Spielen zogen sie den Kürzeren.

Rot-Weiß Oberhausen

Die Mannschaft von Trainer Mike Terranova war das Überraschungsteam der vergangenen Saison. Am Ende fehlten den Rot-Weißen, bei denen unter anderem die Ex-Alemannen Jannik Löhden, Daro Schuhmacher, Philipp Gödde und Jerome Propheter aktiv sind, nur drei Punkte auf den Meister Viktoria Köln. Ob die Oberhausener, die bereits in ihre achte Regionalligasaison gehen, an die starke Spielzeit anknüpfen können? Aus Sicht der Alemannia muss das sicher nicht sein. Stattdessen darf gerne weiter an der positiven Gesamtbilanz gearbeitet werden. Von bisher 95 Vergleichen konnten die Schwarz-Gelben 41 für sich entscheiden, 27 Mal unterlag die Mannschaft vom Tivoli RWO, 27 Partien endeten mit einem Unentschieden. So wie auch das bisher letzte Aufeinandertreffen am 8. Dezember 2012. Am 20. Spieltag der Regionalliga West trennten sich die Alemannia und Oberhausen auf dem Tivoli mit 2:2.

SV Rödinghausen

Der SV Rödinghausen wird immer als Geheimtipp genannt, wenn nach den Meisterschaftsanwärtern in der Regionalliga West gefragt wird. In der abgelaufenen Spielzeit landete die Mannschaft von Trainer Enrico Maaßen mit 63 Punkten, 14 mehr als die Alemannia, auf dem 3. Platz. Tatsächliche Aufstiegsambitionen hat der Verein aus dem Nordosten von Nordrhein-Westfalen offiziell nicht. Aber aus „Spaß an der Freud‘“ startet sicherlich auch kein Team in die Saison. Mit der bisherigen Ausbeute der Spiele gegeneinander kann die Alemannia durchaus zufrieden sein. Von bisher zehn Spielen konnten die Aachener sieben für sich entscheiden. Nur zwei Partien gingen verloren. Das aktuell letzte Aufeinandertreffen konnte die Alemannia am 23. Februar im Rahmen des 23. Spieltags der Regionalliga West mit 2:0 in Rödinghausen gewinnen - mit einem „Messi-Tor“ von Vincent Boesen.

FC Schalke 04 II

Die „Knappenschmiede“ macht die Abteilung „Zweite Mannschaft“ in der Regionalliga West komplett. Die königsblauen Aufsteiger aus der Oberliga Westfalen sicherten sich mit 85 Punkten die Meisterschaft und sind damit nach zwei Jahren Abwesenheit wieder zurück. Neun Mal spielte die Alemannia bislang gegen die Zweitvertretung von Schalke 04, dabei sprangen nur drei Siege heraus. Fünfmal gingen die Schwarz-Gelben als Verlierer vom Platz. Nicht aber so beim bisher letzten Aufeinandertreffen: Am 13. Mai 2017 gewannen die Aachener am 33. Spieltag der Regionalliga West zuhause mit 3:2.

SC Verl

Trainer Guerino Capretti erreichte in der vergangenen Saison mit seinen Verlern den 7. Platz und war damit direkter Tabellennachbar der Alemannia. Mit 46 Punkten holte das Team aus dem Kreis Gütersloh nur drei Punkte weniger als die Mannschaft vom Tivoli. Auch, weil die Aachener das bisher letzte Aufeinandertreffen am 18. April 2019 im Rahmen des 30. Spieltags der Regionalliga West zuhause mit 2:1 siegreich gestalten konnten. Auch die Gesamtbilanz spricht für die Schwarz-Gelben: Von insgesamt 22 Spielen konnte die Alemannia zehn für sich entscheiden, sechs gingen verloren, sechs endeten mit einer Punkteteilung.

SG Wattenscheid 09