Die neue Nummer 1? Alemannia Aachen will Nikolai Rehnen ausleihen

Alemannia Aachen : Die neue Nummer 1? Nikolai Rehnen soll zum Tivoli kommen

Eine unumstrittene Nummer 1 im Tor von Alemannia Aachen hat es in den letzten Jahren nicht gegeben. Auch auf der Position war der Wechsel üblich unter Fuat Kilic. Nun will der Verein einen Schlussmann verpflichten, der zuletzt Stammkraft in der 3. Liga war.

Als das letzte Spiel von Nikolai Rehnen beendet war, lehnte er noch ein bisschen am Pfosten. In der Ferne feierten die Sieger, die Mitspieler lagen verstreut wie Teddybären im Kinderzimmer am Boden. Der Torwart von Fortuna Köln hatte das Pokalfinale gegen Alemannia Aachen verloren. Er hatte wenig Aktien an der 1:3-Niederlage, im Gegenteil: Rehnen hatte noch ein paar gute Paraden gezeigt. Es waren Abschiedsparaden, denn der 22-Jährige war nur ausgeliehen. Mit dem Abstieg von Fortuna Köln endete auch seine Zeit in der Domstadt vorzeitig, der verliehene Torwart ging zurück zu Arminia Bielefeld, zu dem Verein, dem er zwölf Jahre schon angehört und bei dem er bis 2021 unter Vertrag steht.

Rehnen war nur zwei Wochen bei seinem Heimatverein, jetzt wechselt er zu dem Verein, gegen den er im Sommer verloren hat. Alemannia Aachen will nach Informationen dieser Zeitung den 1,91 Meter große Keeper für die kommende Saison ausleihen. Im Pokalfinale hatte Rehnen noch einmal seine Stärken demonstriert, als er reihenweise Flanken herunter gepflückt hatte wie reife Früchte. Nun soll er seine Strafraumkünste für die Aachener demonstrieren.

Eventuell wird er schon am Dienstagabend im Testspiel gegen Roda Kerkrade eingesetzt werden. Rehnen wird nun den Zweikampf gegen Ricco Cymer aufnehmen, es geht darum, wer die neue Stammkraft im Aachener Tor wird. Alemannia interessiert sich nicht zum ersten Mal für den Torwart, Kontakt gab es auch schon vor der letzten Saison. Damals entschied sich Rehnen für eine Ausleihe in die 3. Liga. Auch Drittligist MSV Duisburg beschäftigte sich nach Medienberichten in den letzten Tagen mit der Personalie.

Alemannia hatte seit Trainingsbeginn auch die Torhüter Baboucarr Gaye (ebenfalls Arminia Bielefeld), Tom Pachulski (ZFC Meuselwitz), Denis Jansen (SV Breinig) und Mikolay Smylek (Skierniewice/dritte polnische Liga) gecastet. Das Rennen machte keiner der Kandidaten, sondern Rehnen.

Auch andere Testspieler wie Marko Stojanovic, zuletzt in Verl, und Sven König (zuletzt in den USA) sind weitergezogen. Einen Vertrag am Tivoli wird es nicht geben. Das Gastspiel von Jeff-Denis Fehr steht dagegen bislang unter einem unglücklichen Stern. Der 24-jährige Stolberger, zuletzt bei der SG Sonnenhof Großaspach aktiv, verletzte sich schon beim Aufwärmen. Er soll in dieser Woche ins Schnuppertraining einsteigen - wenn es die Verletzung erlaubt.

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