Aachen: Der neue Tivoli: Die Kräne ziehen weiter

Aachen: Der neue Tivoli: Die Kräne ziehen weiter

Vermutlich wird es am Ende wie bei jedem Großprojekt sein: Vorne strömen die ersten Besucher herein, hinten verlassen die Handwerker die Baustelle. Nicht alle Bau-Fachleute gehen an diesem 17. August in die Ferien, etwa jeder zehnte wird weiter benötigt.

Nach dem Abpfiff für das neue Stadion folgt sofort der Anpfiff für das neue Trainings- und Verwaltungszentrum. Die Kräne stehen schon in der Nähe der alten Münzenberg-Arena im Süden des Stadions. „Die Baugenehmigung ist vor drei Wochen erteilt worden”, sagt Projektleiter Stephan van der Kooi, der auch das nächste Bauvorhaben betreut.

Ursprünglich hätte der dreigeschossige Bau bereits Ende des Jahres fertiggestellt sein sollen, Alemannia hat das Projekt um einige Monate verschoben.

Ein Dutzend neue Kabinen entstehen hier, im Erdgeschoss sind die Profis großzügig untergebracht. Im ersten Obergeschoss kommt der Nachwuchs unter. Bislang trainieren die Teams im gesamten Stadt-
gebiet, ab dem Frühjahr 2010 können sie hier zusammengezogen werden. Sie bekommen Physioräume, hier entstehen Lern- und Hausaufgabenräume und sieben Appartements.

Auch wenn Alemannia kein Dauer-Internat einrichten wird: Vorübergehende Quartiere auch für Gastspieler entstehen erstmals auf dem Klubgelände.

Und auch Alemannias Volleyballer bekommen zumindest neue Trainingsmöglichkeiten. In der Mitte des Baus entsteht eine Turnhalle, deren Abmessungen für die Volleyballer noch einmal vergrößert wurden. Auch die Fußballer können sich hier aufwärmen oder sich zur geliebten Gymnastik zurückziehen.

Im dritten Stockwerk zieht der Verein seine inzwischen über 60 Mitarbeiter zusammen. Die sportliche Leitung vom alten Tivoli, das Geschäftsstellenteam vom Sonnenweg und die Stadion-Crew kommen hier unter. Die Bauunternehmung Hellmich erstellt auch das Leistungszentrum, in diesem Fall wird Alemannia das Gebäude allerdings nur mieten.

Der Verein investiert dennoch weiterhin direkt in die Beine. Auf dem Parkhaus entstehen in diesem Jahr noch zwei Kunstrasenplätze. Kosten: etwa eine Million Euro. Und auch für die Amateure sind die Tage im alten Tivoli gezählt.

Nach der jetzt anlaufenden Saison ist die neue Spielstätte direkt neben den Profi-Trainingsplätzen fertiggestellt. Die Anlage ist ebenfalls mit etwa einer Million Euro taxiert.
Und so werden die letzten Bauarbeiter erst Mitte 2010 vom Vereinsgelände verschwinden...


Dieser Beitrag stammt aus der 36-seitigen Sonderbeilage „Na, gespannt?” zum neuen Tivoli, die am Samstag, 15. August 2009, in den Druckausgaben von Aachener Zeitung und Aachener Nachrichten erscheint.