Aachen: Der Kapitän verlässt die Alemannia

Aachen: Der Kapitän verlässt die Alemannia

Der Kapitän geht von Bord. Albert Streit hat darum gebeten, seinen bis 2014 gültigen Vertrag am Tivoli aufzulösen. „Ein bisschen mehr Entgegenkommen wäre wünschenswert gewesen“, sagt Alemannia Aachens Manager Uwe Scherr.

„Ich habe mich bis zum Letzten gestreckt.“ Der Verein stimmt der Bitte Streits mit einer Auflage zu: Der 32-Jährige darf zwar das lukrativere Angebot von Viktoria Köln annehmen, aber in der Pokalpartie am 12\. Januar gegen Aachen nicht mitspielen.

Streit geht, aber der große Ausverkauf beim insolventen Drittligisten soll ausbleiben. „Der wirtschaftliche Erfolg folgt dem sportlichen — und nicht umgekehrt. Das ist der Ritt auf der Rasierklinge. Wir müssen sportlich bestehen“, sagt Michael Mönig. Der neue Interims-Geschäftsführer will Alemannia in der 3\. Liga halten und im Idealfall den Insolvenzantrag zurückziehen können. Dafür muss der Verein noch enorme Anstrengungen unternehmen. „Es wird nur funktionieren, wenn diese Region den Willen aufbringt, den Verein zu erhalten. Wenn dieser Wille nicht ausgeprägt ist, geht es nicht“, sagt Sachwalter Rolf-Dieter Mönning.

(sch/pa)
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