Aachen überzeugt: Bayer sucht die Form

Aachen überzeugt : Bayer sucht die Form

Als Peter Bosz zur Pressekonferenz nach dem 4:1-Sieg in der ersten Runde des DFB-Pokals bei Regionalligist Alemannia Aachen erschien, blickte der Trainer von Bayer Leverkusen schon zerknirscht drein.

Er sah nicht aus wie ein Sieger, und der Niederländer wusste, welche Fragen auf ihn warteten. Und so sagte Bosz fast pflichtschuldig: „Wir hätten vieles besser machen können.“ Eine ehrliche Einschätzung. Bayer ist noch nicht in der Form, um in der Bundesliga eine gute Rolle zu spielen, das zeigte sich auch in Aachen, obwohl der Kader nach dem Abgang von Julian Brandt zu Borussia Dortmund mit Hochkarätern wie Kerem Demirbay, Nadiem Amiri und Moussa Diaby verstärkt worden ist; vom Tempofußball, den Leverkusen in der Rückrunde der vergangenen Saison spielte, ist die Mannschaft meilenweit entfernt. „Ein bisschen zäh“ fand auch Sportchef Rudi Völler die Leistung Bayers.

Die Leverkusener waren schon in den vergangenen sieben Testspielen ohne Sieg geblieben, und der Sieg in Aachen war zwar am Ende verdient, aber kein Befreiungsschlag. „Dafür, dass wir über den Ballbesitz dominieren wollen, haben wir viel zu oft die Kontrolle verloren“, sagte Bosz. Vor allem nach dem Anschlusstreffer der Alemannia wackelte seine Mannschaft bedenklich. „Wir haben Probleme bekommen, und darüber werden wir unter der Woche sprechen müssen“, sagte der Niederländer.

Zu viele Fehler

„Die Fehler, die wir gemacht haben, werden in der Bundesliga auf jeden Fall bestraft“, sagte Kai Havertz. Bayers Nationalspieler aus Alsdorf konnte dem Weiterkommen bei seinem Jugendverein aber auch etwas Positives abgewinnen: „Das Erfolgserlebnis war nach der wackeligen Vorbereitung wichtig.“

(luk)
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