Ausschreitungen: Alemannia gegen Wuppertal beginnt 15 Minuten später

Aachener Fans stürmen Kassenhäuschen: Ausschreitungen sorgen für verspäteten Anpfiff in Wattenscheid

Wegen Ausschreitungen hat die Partie zwischen Wattenscheid 09 und Alemannia Aachen auf Bitten der Polizei mit 15-minütiger Verspätung begonnen.

Laut Einsatzleiter Peter Stephan hatte ein Ordner beobachtet, wie Aachener Fans eine große Fahne ins Stadion an einer unbelebten Stelle des Stadions schmuggeln wollten.

Aus Polizeisicht werden solche Fahnen häufig als Sichtschutz missbraucht, um darunter Pyrofackeln zu zünden. Der nachfragende Ordner sei von einer größeren Gruppe Fans attackiert worden, hätte eine Flasche auf den Kopf bekommen und musste ins Krankenhaus, so Stephan zunächst.

Später relativierte er die Aussage, nachdem ihm eine Zeugin berichtet hatte, dass der Ordner gegen den Zaun gedrückt worden sei. Das ändert aus Polizeisicht aber nichts am Vorwurf der Körperverletzung. Aachener Fans stürmten ein Kassenhäuschen, um ins Stadion zu gelangen. Die Polizei ließ anschließend den Aachener Block räumen und verfügte eine neue Kontrolle, um sicherzustellen, dass nur berechtigte Personen ohne Pyromaterial Einlass bekommen.

Laut Polizeihauptkommissar Stephan mussten seinen Kollegen auch Schlagstöcke und Pfefferspray einsetzen, um einige renitente Aachen-Anhänger zu bändigen. Ein Alemannia-Fansprecher dagegen sprach von einem überzogenen Einsatz der Beamten.

(pa)
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