Alemannia will Enis Alushi verpflichten

Testspieler am Tivoli: Kann Alemannia Aachen Enis Alushi überzeugen?

Vielleicht ergibt sich dann noch ein kleines Schauspiel, wenn die Weihnachtsfeier der Mannschaft am Samstagabend ansteht: Der Trainer jedenfalls hat angedeutet, dass er mal eine kesse Sohle auf das Parkett legen würde, falls der Tag bis dahin optimal verlaufen würde. Viel, wenn nicht alles wird also davon abhängen, wie Alemannia Aachen das letzte Heimspiel dieses Jahres gestalten wird.

Vielleicht ergibt sich dann noch ein kleines Schauspiel, wenn die Weihnachtsfeier der Mannschaft am Samstagabend ansteht: Der Trainer jedenfalls hat angedeutet, dass er mal eine kesse Sohle auf das Parkett legen würde, falls der Tag bis dahin optimal verlaufen würde. Viel, wenn nicht alles wird also davon abhängen, wie Alemannia Aachen das letzte Heimspiel dieses Jahres gestalten wird. Um 14 Uhr läuft RW Oberhausen, der amtierende Tabellenzweite am Tivoli auf, zum Jahresausklang werden noch einmal mehr als 6000 Zuschauer erwartet.

Zuletzt hatte Fuat Kilic allerdings mehr Anlass aus der Hose zu springen, die jüngste Partie bei Wattenscheid 09 war ein Festival der Unzulänglichkeiten. Der Trainer hatte nach den imponierenden Auftritten zuvor ein bisschen Genügsamkeit in den eigenen Reihen ausgemacht. Ihm fehlte das Maß an Hingabe, das das Team jüngst gezeigt hatte. Die Phase der Schulterklopfer hatte teilweise unerwünschte Nebenwirkungen, das hat Kilic in diesen Tagen noch einmal thematisiert, als die dusslige Niederlage aufgearbeitet wurde.

Die Mannschaft will sich seriös für ein paar Wochen vom Tivoli verabschieden. Der Trainer plant ein paar Änderungen in der Aufstellung an den Rändern. „Mehr Tempo und Wucht“ wird ein gezielter Hinweis auf den flotten Marcel Kaiser sein. Der Einsatz von Robin Garnier ist zudem höchst unsicher. Dimitry Imbongo bekommt vermutlich noch einmal eine Bewährungschance, die letzten Spieleindrücke waren wenig überzeugend. „Gemessen an seinen Qualitäten zeigt er zu wenig“, sagt Kilic. Der 28-Jährige hat im Oktober, November und dem gerade angebrochenen Dezember nicht getroffen. Die Leichtigkeit ist abhanden gekommen, zuletzt in Wattenscheid vergab er Großchancen. „Er weiß, dass er für die Mannschaft liefern muss“, sagt Kilic nach einem Zwiegespräch mit seinem Mittelstürmer.

Das Gesicht der Mannschaft wird sich leicht verändern bis zum nächsten Heimspiel Mitte Februar. Marc Kleefisch soll bis zum Sommer bei einem anderen Klub zwischengeparkt werden. Der ein oder andere Profi von der Ersatzbank könnte sich zudem kurzfristig ein anderes Betätigungsfeld suchen. Kilic will die Belegschaft ein bisschen aufmotzen. Enis Alushi wäre ein Kandidat. Der vereinslose Mittelfeldspieler, der bis zum Sommer bei 1. FC Nürnberg angestellt war, hält sich derzeit am Tivoli fit, hat bei einem internen Vergleichsspiel schon mitgewirkt. „So einen Qualitätsspieler könnten wir gut gebrauchen“, sagt Kilic über den fast 33-Jährigen, der fast 200 Spiele in der 2. Liga und sechs Länderspiele für den Kosovo auf seinem Briefkopf stehen hat.

Noch ist das allerdings ein schwer zu finanzierender Traum. „Ich habe ihm schon mal den Gedanken für eine längere Zeit in Aachen nähergebracht, er war nicht völlig abgeneigt“, grinst Kilic. Die Verpflichtung eines so erfahrenen Spielmachers wäre Kilic vermutlich auch ein Tänzchen wert.

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