Alemannia verliert mit 2:1 gegen den Bonner SC

1:2 gegen Bonn : Alemannia verabschiedet sich mit einer Niederlage vom Tivoli

Das letzte Heimspiel endete mit Pfiffen. Nach einer schwachen zweiten Halbzeit verliert die Alemannia mit 1:2 (1:1) gegen den Bonner SC, zudem kam es nach Abpfiff zu einer Rudelbildung zwischen den Mannschaften, die noch für Gesprächsbedarf sorgen konnte.

Erst nach einigen Minuten gab es dann doch noch einen aufmunternden Applaus für Aachener, deren wichtigstes Saisonspiel noch aussteht.

Den emotionalsten Moment gab es vor dem Anpfiff bereits: Mit einer großen Blockfahne huldigten die Alemannia-Fans dem früheren Aufstiegstrainer Werner Fuchs, der vor exakt 20 Jahren verstarb. Auch große Teile der damaligen Mannschaft waren vor Ort, während aus dem aktuellen Kader Leon Tigges, Alan Stulin und Mahmut Temür verabschiedet wurden. Das Spiel begann anschließend als munterer Schlagabtausch mit vielen Torschüssen. Es gelang den Hausherren nicht, die im Abstiegskampf steckenden Rot-Blauen vom Tor fernzuhalten und ihr Spiel aufzuzwingen.

Mit etwas Glück dann die Führung für die Gäste: Ein Freistoß von Suheyel Najar aus 20 Metern prallte an der Mauer ab und landete im hohen Bogen über Leon Tigges, der zur Verabschiedung sein erstes Spiel für die Aachener bestritt, im Tor (12.). Die Alemannia steckte nicht auf und traf ebenfalls nach einem Standard. Die Abwehr der Gäste konnte in der 28. Minute eine Ecke nicht klären, Dimitry Imbongo stand goldrichtig am Fünfmeterraum für seinen 10. Saisontreffer.

Die Fans hofften auf eine Steigerung in Halbzeit Zwei, doch es sollte nicht viel zusammenlaufen. Die Alemannia leistete sich viele Flüchtigkeitsfehler und konnte kaum Chancen kreieren. Dafür schlugen die Gäste, die wiederholt zu viel Raum hatten, zu: Vojno Jesic erzielte mit einem sehenswerten Schuss aus 17 Metern in den Giebel die erneute Führung (72.). Den Hausherren, die die Saison auf Platz Sechs beenden werden, fiel nicht mehr viel ein.

Dafür wurde es nach Abpfiff hitzig, denn in Mitten des Bonner Jubels über die wichtigen Punkte im Abstiegskampf kam es zur Rudelbildung, an der auch die Trainer beteiligt waren. Nachdem die Gemüter sich beruhigt hatten, gab es noch mal Unterstützung der Fans, die nun auf eine Reaktion hoffen im letzten Saisonspiel und natürlich besonders im Pokalfinale.

(cheb)
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