Aachen: Alemannia-Trikotsponsor: Ein neuer Name auf der Brust

Aachen : Alemannia-Trikotsponsor: Ein neuer Name auf der Brust

Die Suche nach einem Trikotsponsor hatte Alemannias Insolvenzverwalter Christoph Niering bereits aufgegeben. Die Schuhe waren abgelaufen, das Interesse gering. Der Verein machte aus der Not eine Tugend. Weil sich kein großer Geldgeber fand, wurden viele kleine gesucht.

Auf dem Trikot prangt in dieser Saison „Danke, Danke“ — ein geflügeltes Wort des ewigen Stadionsprechers Robert Moonen. Innerhalb der Buchstaben bekamen Sponsoren die Gelegenheit, ihren Namen abdrucken zu lassen. Auf diese Weise sollte in gestaffelten Beträgen zwischen 1000 und 10.000 eine sechsstellige Summe zusammenkommen, so war der Plan.

Beim ersten Heimspiel der Rückrunde gibt es dann eine Überraschung. Ziemlich unerwartet hat sich für die letzten Spieltage ein Trikotsponsor gefunden, der ein alter Bekannter am Tivoli ist. Auf der Spielerbrust wird fortan auf die Bauunternehmung „Gebr. Kutsch“ hingewiesen. Helmut Kutsch selbst war bis 2013 Vize-Präsident und Aufsichtsratsmitglied am Tivoli, bis er sich enttäuscht verabschiedete.

Fan und Mieter einer Loge ist Kutsch geblieben. Den Verein unterstützt er zudem seit Jahren mit dem Container-Park am Trainingsplatz. „Die Emotionen waren immer da.“ In den vergangenen Monaten hat der Unternehmer aus Stolberg eine Mannschaft gesehen, „die sich richtig den Hintern aufreißt“. Nach einigen „sehr vernünftigen Gesprächen“ mit Geschäftsführer Martin vom Hofe stand fest: Er ist wieder da.

Kutsch wird erstmals Trikotsponsor der Alemannia-Männer. Vorerst ist das Engagement bis Saisonende befristet, eine Option für eine weitere Spielzeit ist vereinbart. Beim Thema Zahlen sind die Beteiligten auskunftsfreudig wie Schweigemönche. Dem Vernehmen nach zahlt Kutsch eine fünfstellige Summe. Der Verband hat den „Trikottausch“ genehmigt, die elf „Danke“-Sponsoren sind einverstanden, dass sie abgelöst werden. Sie geben die Brust frei.

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