Aachen: Alemannia stellt Weichen: „Team 2018“ gewählt, Mronz wird Geschäftsführer

Aachen: Alemannia stellt Weichen: „Team 2018“ gewählt, Mronz wird Geschäftsführer

Ex-Tennisprofi Alexander Mronz ist neuer Geschäftsführer der Alemannia Aachen GmbH. Damit bestätigte der Verein am Morgen nach der Jahreshauptversammlung Informationen unserer Zeitung. Der 48-Jährige wurde vom neu gewählten Aufsichtsrat zunächst bis zum 30. Juni berufen.

„Mit Alexander Mronz haben wir einen erfahrenen Finanzfachmann gefunden, der zudem aus dem Profisport kommt und sich bereit erklärt hat, kurzfristig seine Arbeit bei Alemannia aufzunehmen“, sagte Alemannia-Aufsichtsrat Tim Hammer.

Erfolg auf ganzer Linie: Alle Kandidaten des „Team 2018“ haben die erforderliche Mehrheit erhalten. Thomas Deutz (v.l.), Oliver Laven, Heinz Maubach, Horst Reimig und Tim Hammer sind nun auch offiziell handlungsfähig. Foto: Jérôme Gras

Bekannt geworden ist der Bruder von Michael Mronz, der beim ALRV die Geschicke leitet, durch seine Karriere als Tennisprofi. 1995 erreichte er in Wimbledon das Achtelfinale, bis zu seinem Karriereende im selben Jahr konnte er sechs ATP-Turniere, unter anderem in Aachen, gewinnen.

Von 1995 bis 2012 arbeitete Mronz als Geschäftsführer zweier Vermögens- und Fondsverwertungsgesellschaften zunächst in Deutschland, ab 2001 in Frankreich. Aus privaten Gründen kehrte er nach Deutschland zurück und lebt zurzeit in Köln.

Heinz Maubach neuer Präsident

Es war weit nach Mitternacht als Heinz Maubach das Wort ergriff. Um 0.24 Uhr sprach er zum ersten Mal als neuer Alemannia-Präsident zu den Mitgliedern. Sein Wahlergebnis (336 Ja-Stimmen/69,7 Prozent) war nicht so spektakulär, „aber nicht der einzelne, sondern das Team ist wichtig“, befand der Mann, der aus der Volleyball-Abteilung kam.

Das „Team 2018“, wie sich die Kandidaten selbst genannt haben, hat sich jedenfalls durchgesetzt. Immer wieder hatten sie im Laufe des langen Abends betont, dass sie sich zusammengeschmiedet hatten. „Wir können nicht antreten, wenn unsere Gruppe gesprengt wird“, sagte Tim Hammer, der zum dritten Mal ein Amt im Klub bekleidet. „Das ist vielleicht basisdemokratisch fragwürdig, aber in dieser Situation braucht man viel Vertrauen untereinander, und das ist in den letzten Wochen entstanden.“

(pa / red)
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