Aachen: Alemannia schließt wieder das Transferfenster

Aachen: Alemannia schließt wieder das Transferfenster

Vorübergehend waren Scouting-Sitzungen ein wenig aus der Mode gekommen am Tivoli. Besprechungen über den letzten und den kommenden Gegner mit Trainern und den „Spionen” fanden bei Alemannia nicht mehr regelmäßig statt in den letzten Monaten.

Inzwischen heißt der Manager Erik Meijer, und der Niederländer forciert wieder den regelmäßigen Gedankenaustausch. So saß die komplette Fußballabteilung auch Montagmittag wieder zusammen und analysierte sehr wohlwollend den schwungvollen Vortrag gegen Roda Kerkrade vom Wochenende.

Zudem wurde eine Kandidatenliste möglicher Neuverpflichtungen geprüft. Konkretes Ergebnis der Beratungen: „Es hat sich nicht ergeben, dass wir in der laufenden Transferperiode noch etwas machen werden.” Punktum, Alemannia geht mit unverändertem Kader in eine Rückrunde, der die große Spannung abhanden gekommen ist.

Dutzende 18-jährige, künftige Weltmeister mit garantierten 20 Saisontreffern hat Meijer in den ersten Tagen seiner Amtszeit angeboten bekommen. Nun sind die Talente zum einen nicht bezahlbar, zum anderen hat sich der Verein entschieden, die Strategie zu wechseln.

Es werden keine „dreibeinigen Superstars” verpflichtet, die durch ihre Berater per Mail oder Filmchen angedient werden. Vielmehr vertraut Meijer den eigenen Kontakten und den Ergebnissen der Scouting-Abteilung. Nur wer auf Strecke beobachtet worden ist, ist ein Kandidat für den Tivoli. „Wir wollen das Risiko minimieren”, sagt Meijer.

In der Rückrunde kann nun der eigene Nachwuchs zeigen, ob das Talent für höhere Ambitionen ausreicht, und auch die vielen Männer mit den auslaufenden Verträgen dürfen sich empfehlen.

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