Aachen: Alemannia ohne ihre erfolgreichsten Torjäger

Aachen : Alemannia ohne ihre erfolgreichsten Torjäger

Es ist so gekommen, wie Fuat Kilic vorhergesagt hat. Im Frühjahr verschärft sich der Klassenkampf in der Regionalliga West weiter, weil sich auch die Kellerkinder mit allen Mitteln wehren, um die Strafversetzung in die fünfte Liga zu verhindern. Belege für die These gibt es reichlich.

Am Wochenanfang gewann die Zweitbesetzung des 1. FC Köln überraschend bei Dortmund II mit 3:1, der KFC Uerdingen erreichte sehr mühevoll noch ein 2:2 in den Schlusssekunden bei RW Essen. Die Situation in der Liga spitzt sich auch im oberen Tabellendrittel zu, die gute Nachricht: Alemannia ist mittendrin statt nur dabei.

Wer damit gerechnet hat vor der Saison? Der Trainer jedenfalls nicht. „Diese Entwicklung konnte man nicht so schnell erwarten“, sagt der 44-Jährige. Die Mannschaft ist vor dem Heimspiel gegen Borussia Dortmund II am Sonntag in Lauerstellung. „Wir können jedem Team in der Liga Probleme bereiten, wenn wir an uns glauben. Wir sind schwer zu bespielen.“ Die Gewissheit ist in den letzten Monaten wie ein Muskel gewachsen.

Gute Nachrichten kommen auch aus der Ambulanz, fast alle Krankenscheine laufen aus. Tobias Mohr beendet diese Woche seine Reha, der Verteidiger soll ebenso wie Marcel Damaschek und Junior Torunarigha in der nächsten Woche wieder mit der Mannschaft trainieren können. Das Trio muss am Sonntag beim Spitzenspiel aber noch passen - vermutlich ebenso wie Mergim Fejzullahu. Beim dribbelstarken Angreifer ist eine schwere Zerrung diagnostiziert, am Freitag findet die Abschlussuntersuchung statt. Die Trainertendenz gibt es schon vorher: „Wir meiden das Risiko, schließlich stehen noch intensive Wochen an.“

Mit Fejzullahu (10), Torunarigha (8) und Damaschek (4) fehlen die bislang drei besten Toresammler beim Schwarz-Gelb-Hit. „Deswegen fangen wir jetzt nicht an zu jammern“, sagt Kilic. Joy-Slayd Mickels kommt gerade auf Touren, und vor allem die Mittelfeldspieler könnten mehr Torgefahr entwickeln, regt Kilic an.

Der Trainer bedauert, dass sich die sportliche Performance nicht im Zuschauerschnitt widerspiegelt. „Die Spieler profitieren davon, wenn die Euphorie größer wird“, hofft er immer noch auf wachsenden Zuspruch auf der Zielgeraden der Saison.

(pa)
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