Alemannia: Kehrt Florian Rüter zurück?

Alemannia Aachen: Florian Rüter im Gespräch am Tivoli

Die kurze Winterpause hat begonnen, aber der Betrieb bei Alemannia ruht deswegen nicht. Und weil Fuat Kilic nicht nur Trainer, sondern auch Kaderplaner ist, muss er gerade ein paar Weichen stellen.

Nachwuchsstürmer Marc Kleefisch zum Beispiel soll beim SV Breinig bis zum Sommer geparkt werden, darüber sind sich die Beteiligten einig, sagt der 45-Jährige.

Mit Joshua Holtby wird gerade verhandelt, zu welchen Konditionen der Vertrag wieder aufgelöst wird. Die Wege trennen sich nach wenigen Monaten schon wieder. Das sind - Stand Adventszeit - die Spieler, die den Tivoli in diesem Jahr wieder verlassen. Andere Wackelkandidaten wie Mahmut Temür wollen sich durchbeißen. „Er will in der Rückrunde alle noch überzeugen“, sagt Kilic über den hochgehandelten Mittelfeldspieler, der zuletzt kaum noch zum Einsatz kam.

Aber auch perspektivische Zugänge im Kader geplant. Trainingsgast Enis Alushi ist so ein Kandidat. Der erfahrene Mittelfeldlenker will sich allerdings erst Mitte Januar entscheiden, wohi n sein Weg führt.

Eventuell ist beim Trainingsauftakt am 7. Januar ein anderer alter Bekannter dabei: Florian Rüter würde gerne wieder am Tivoli trainieren, und Fuat Kilic würde sich gerne einen eigenen Eindruck von dem Stürmer verschaffen, der 2017 den Verein in Richtung KFC Uerdingen verließ. Der 28-Jährige stieg zwar mit seinem Klub im Sommer in die 3. Liga auf, aber glücklich wurde er dennoch nicht. In der höheren Liga kam Rüter kaum zum Einsatz, schlimmer noch: Im Herbst erhielten er und Mitspieler Marcel Reichwein die fristlose Kündigung des Klubs, weil sie angeblich gegen Vertragsinhalte verstoßen und so das Mannschaftsklima geschädigt hätten. Seitdem sind die Profis auch vom Trainingsbetrieb ausgeschlossen.

Für Rüters Anwalt Horst Kletke gehe die Behauptung in Richtung „Rufmord“. Der Fall ist anhängig beim Arbeitsgericht Krefeld. Dort ist der Klub Dauergast: In den letzten drei Jahren war er dort in 25 Verfahren involviert. Eine gütliche Einigung ist wohl vom Tisch, die Parteien sehen sich am 31. Januar vor Gericht wieder. Das laufende Verfahren könnte Rüter auch vorerst davon abhalten, wieder am Tivoli zu trainieren.

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