Alemannia im Westschlager gegen RW Essen

Alemannia Aachen : „Es wird knallen in Essen!“

Nach sechs Spieltagen lag Rot-Weiss Essen schon zehn Punkte vor Alemannia Aachen, die Mannschaft schaute sich die Tabelle von ganz oben an. Einen Monat ist das etwa her, ein Monat, den die Aachener zur Aufholjagd genutzt haben.

Die Teams sind sich näher gekommen. Wenn am Sonntag der gute alte Westschlager an der Hafenstraße ansteht, ist der Vorsprung auf vier Punkte geschmolzen. „Wir haben uns erarbeitet, dass das Spiel unter diesen Vorzeichen stattfindet“, sagt Patrick Salata. „Wir haben einfach Bock auf dieses Spiel.“ Die Trends sind gerade gegenläufig.

RWE wartet seit vier Spieltagen auf einen Sieg. Alemannia ist seit sieben Spieltagen unbesiegt und hat gerade den höchsten Heimsieg seit der Eröffnung des neuen Tivoli gefeiert. „Wir sind auf einem guten Weg, nicht mehr, aber auch nicht weniger“, sagt Fuat Kilic. Die Favoritenrolle sieht der Trainer unverändert bei den Gastgebern. „Man muss sich nur mal die Kadervoraussetzungen anschauen“, sagt der 45-Jährige.

Salata ist ein Teil dieser kleinen Erfolgsserie. Viermal stand er in der Startformation, zehn Punkte sammelte seine neue Mannschaft dabei ein. „Mein Fehler, ich hätte ihn häufiger bringen müssen“, grinst sein neuer Trainer. So leicht ist es vielleicht dann doch nicht.

Als der 20-Jährige im Sommer seine Zelte am Tivoli aufschlug, lag gerade eine längere Leidenszeit beim 1. FC Kaiserslautern hinter ihm. Das Außenband im Knie war gerissen. Der Rhythmus fehlte, die Sicherheit stellte sich nicht so schnell ein beim neuen Arbeitgeber. „Nach jedem Fehler, ging der Kopf runter“, beobachtete Kilic in den ersten gemeinsamen Wochen.

Mit ein bisschen Verspätung ist Salata nun gesetzt. Sein Trainer hat auf eine Viererkette umgestellt. Aus dem gelernten Innenverteidiger wird nun ein Außenverteidiger. „Er bringt das Tempo, die Dynamik, die Flankenqualität dafür mit“, sagt Kilic über den Modellathleten. Zudem bringt Salata das Stilmittel der Seitenverlagerung mit, das am Tivoli seit dem Weggang von Stefan Blank ziemlich außer Mode gekommen ist.

Der gebürtige Düsseldorfer ist mit Kapitän Peter Hackenberg der größte Spieler im Kader. Ohnehin ist die Aachener Formation in den letzten Wochen größer und kopfballstärker geworden. „Unsere Wucht kommt bei den Standards noch nicht richtig zur Geltung“, sagt Salata. Die Qualität wurde bislang eher angedeutet.

Der Einsatz von David Pütz ist am Sonntag fraglich, der von Marcel Kaiser sogar sehr fraglich. Aufgestellt wird nur, wer komplett beschwerdefrei ist. „Es wird knallen und zur Sache gehen“, vermutet Kilic.

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