Alemannia hat schon zwölf Spieler für die kommende Saison

Alemannia Aachen: Eine Mannschaft beschließt zusammenzubleiben

Wenn denn die Saison 2019/2020 bereits am Wochenende angepfiffen würde, könnte Fuat Kilic bereits eine komplette Mannschaft aufstellen. Im Tor würde Daniel Zeaiter stehen, Alemannias Trainer könnte zudem den aktuellen Abwehrriegel aufbieten. Das Team könnte so aussehen: Zeaiter - Fiedler, Heinze, Hackenberg, Salata - Redjeb - Müller, Garnier, Bösing, Schmitt - Boesen, und auf der Ersatzbank würde Marc Kleefisch auf einen Einsatz hoffen.

Ein Dutzend Kabinenspinde sind bereits perspektivisch besetzt, so früh wurden die Weichen für die kommende Spielzeit selten gestellt.Die Mannschaft, die in der nächsten Saison um den Aufstieg mitspielen soll, hat früh wie selten Konturen bekommen. Die Zusage von Mittelfeldspieler Kai Bösing, der gerade für sein Comeback nach schwerer Knieverletzung schuftet, ist nach Informationen unserer Zeitung gesichert. Zudem hat auch der Kapitän für weitere zwei Jahre (plus Option für ein weiteres Jahr) zugesagt. Peter Hackenberg bleibt am Tivoli, wo er mit Unterbrechung schon seit fast fünf Jahren die Abwehr zusammenhält. „Es ist Novum in meiner Zeit bei der Alemannia, dass das Grundgerüst des Kaders so früh in einer Saison zusammengehalten werden kann. Der Verein befindet sich in einem positiven Trend“, teilt er bei seiner Unterschrift mit. Hackenberg wird auch am Samstag im Pokalspiel bei Borussia Freialdenhoven in die Startelf zurückkehren. Der 30-Jährige war der letzte Abwehrspieler, dessen Ja-Wort für die nächste Saison noch ausstand. „Er ist enorm wichtig für das Mannschaftsgefüge“, sagt Kilic.

Der Kaderplaner ist dabei, sein neues Team von hinten nach vorne zu modellieren. Safety first. „Es ist ja kein Zufall, dass wir so wenige Gegentore erhalten.“ Torwart Daniel Zeaiter, der in diesem Jahr noch keinen Gegentreffer kassiert hat, hat ohnehin Vertrag - ebenso wie Sebastian Schmitt und der ausgeliehene Marc Kleefisch. Bei den Torhüter-Konkurrenten Leon Tigges und Niklas Jakusch will Kilic die nächsten Monate schlicht abwarten.

Alle Mitglieder der eingespielten Abwehr haben im Winter ein Vertragsangebot erhalten, und Alexander Heinze, Matti Fiedler, Patrick Salata und Marco Müller haben ebenso unterschrieben wie Mo Redjeb. Aus dem Defensivverbund fehlt nur noch die Zusage von David Pütz. „Ein weiteres Jahr bei uns würde ihm sehr gut tun“, sagt Kilic über den „Schlüsselspieler“. „Er hat schon in dieser Spielzeit einen Schritt nach vorne gemacht, ist handlungsschneller geworden, sein Spiel hat mehr Tiefe bekommen.“ Pütz wird sich zeitnah entscheiden, ob er seine Karriere in Aachen oder anderswo fortsetzt, oder ob sein Medizinstudium Vorfahrt erhält. Sein Mittelfeldkollege Stipe Batarilo hat erst einmal alle Gespräche vertagt, Alemannias bislang bester Torschütze will sich beruflich nicht schon so früh im Jahr festlegen. Bei Manuel Glowacz verlängert sich der Vertrag bei einer gewissen Zahl an Pflichtspielen.

Alemannias Abwehr steht bereits über die Saison hinaus, für die Offensive hat bislang nur Vincent Boesen zugesagt. Kilic macht keinen Hehl daraus, dass er auch Blendi Idrizi und den weitgehend extern finanzierten Dimitry Imbongo gerne auch im nächsten Jahr im schwarz-gelben Dress sehen würde. „Das wäre schon interessant, sie hier halten zu können.“ Andere Spieler wie Alan Stulin, Steven Rakk, Mahmut Temür und Marcel Kaiser, die noch keinen richtigen Rhythmus gefunden haben, können in den restlichen Spielen noch auf sich aufmerksam machen. Das gilt auch für den verletzten Winter-Neuzugang Florian Rüter, der noch überhaupt nicht eingesetzt werden konnte.

Mit dem vorhandenen Budget wolle er zunächst in die Qualität von 15, 16 Feldspielern investieren, hatte Kilic bereits vor Wochen angekündigt. Die restlichen freien Plätzen sollen mit talentierten „Überraschungsspielern“ aufgefüllt werden. Ende Februar steht schon fest, dass das Team 2019/20 ziemlich deckungsgleich mit dem Team 2018/19 sein wird. Kilic ist auch mit externen Neuzugängen im Gespräch, aber Vorrang haben die aktuellen Spielern. „Und dann müssen wir schauen, was der Etat noch hergibt, aber ich bin optimistisch, dass wir noch gute Lösungen finden werden.“

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