Aachen: Alemannia: Glowacz und Garnier retten einen Punkt für die Moral

Aachen : Alemannia: Glowacz und Garnier retten einen Punkt für die Moral

Als der Arbeitstag beendet war, blieben bei Alemannia Aachens Torschützen gemischte Gefühle zurück. „Wir haben uns vorgenommen, drei Punkte zu holen. Das ist uns nicht gelungen“, erklärte Robin Garnier, der beim 2:2 gegen den SC Wiedenbrück am Freitagabend in der Nachspielzeit den Endstand per Kopf markiert hatte. „Für die Moral war es aber wichtig, dass wir noch den Ausgleich geschafft haben.“

Auch Manuel Glowacz hatte getroffen, per Elfmeter in der 32. Minute. Die 1:0-Führung hatte seinen Mitspielern allerdings nicht die nötige Sicherheit gegeben. „Und dann kassieren wir wieder so ein dreckiges Standardtor“, legte der Freistoßexperte den Finger in die Wunde. „Dass wir am Schluss aber so zurückkommen, da muss ich der Mannschaft ein Kompliment machen.“

Dem ersten Gegentreffer war ein ungeplanter Wechsel vorausgegangen, Matti Fiedler hatte sich bei einer Rettungsaktion am Oberschenkel verletzt. Ein MRT soll heute Aufschluss darüber geben, wie schwer die Verletzung des Abwehrspielers ist. Für Fiedler kam Alexander Heinze, der Robin Twyrdy (39.) nicht am Ausgleich hindern konnte.

„Es ist brutal, dass wir mit dem ersten Abschluss des Gegners in Rückstand geraten“, urteilte Aachens Trainer Fuat Kilic. „Dabei hatten wir das Spiel bis zu diesem Zeitpunkt im Griff. Wir machen nur zu wenig aus unseren Chancen.“ Auch Dimitry Imbongo Boele soll dazu beitragen, dass sich dieser Zustand zeitnah ändert. Der wuchtige Angreifer bringt ordentlich Tempo und eine große Portion Kaltschnäuzigkeit mit, Qualitäten, die der Alemannia in dieser bisher so unglücklich verlaufenen Saison gut zu Gesicht stehen könnten.

Tabellarisch hat sich der erste Punktgewinn in dieser Saison zwar nicht bemerkbar gemacht — die Aachener bleiben Träger der roten Laterne in der Regionalliga West —, für Kilic steht jedoch fest, dass „wir uns wieder von der Stelle bewegt haben. Wir haben unserem Publikum gezeigt, dass wir bis zur letzten Sekunde fighten können und uns nicht aufgeben. Das ist in unserer Situation ein wichtiges Zeichen.“

(bj)
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