Aachen: Alemannia: Gereizte Stimmung am Tivoli

Aachen: Alemannia: Gereizte Stimmung am Tivoli

Der Cheftrainer hatte ein Angebot unterbreitet: Ab 8:0 aufwärts im Mittelrheinpokal gegen den SV Eilendorf, „dann habt Ihr Sonntag frei”. Die Profis von Alemannia Aachen begnügten sich mit einem 5:0, René van Eck gestaltete den siebten Tag dann „ein bisschen anders und länger”.

Das Laufen wurde nachgeholt - vor allem in der ersten Halbzeit gegen den Landesligisten keine herausragende Tugend. Erfreut stellte van Eck dann im Lauf dieser Woche fest, dass „die Stimmung im Training aggressiv und gereizt war”. Nun wünscht sich der Niederländer: Bitte so auch in Rostock auftreten, Samstag ab 14 Uhr bei Hansa.

Keine guten Nachrichten gibt es indes vom Kapitän: Albert Streit wird auch an der Ostsee ausfallen. Nach zwei Laufeinheiten musste der 32-Jährige, seit Saisonbeginn der beste Mann, die Übungen mit Ball wieder abbrechen. „Die Schmerzen waren wieder zu groß, und spritzen lassen will sich Albert nicht mehr”, sagt van Eck. Streit hatte beim 2:1 in Chemnitz einen Tritt in die Achillesferse bekommen, Flüssigkeit bildete sich.

Wann die Nummer 10 wieder zaubern kann, ist nicht absehbar. „Schwierig zu sagen, Albert sitzt ja praktisch nur auf dem Fahrrad. Aber es bringt nichts, wenn er nur 50 Prozent im Spiel bieten kann und hinterher womöglich noch länger ausfällt.”

Da auch Florian Müller (Adduktoren) weiter passen muss und Kristoffer Andersen seine jüngste Chance ungenutzt verstreichen ließ, stellt sich die Elf für Rostock praktisch von alleine auf - mit Timmy Thiele hinter Denis Pozder, Alemannias erfolgreichstem Torschützen.

Gute Leistungen honoriert René van Eck umgehend: Armand Drevina wird heute Morgen in den Bus der Profis einsteigen. „Armand hat im Training einen hervorragenden Eindruck hinterlassen und sich den Platz im Kader verdient”, sagt der Coach über den Mittelfeldspieler und Kapitän der Bundesliga-A-Junioren. Der 18-Jährige ist nach Maciej Szewczyk (Zwei-Minuten-Einsatz gegen Unterhaching) der zweite Spieler, der aus der U 19 aufsteigt.

Die wieder mal (oder immer noch) prekäre wirtschaftliche Lage des Vereins „beschäftigt die Spieler schon”, doch im Training spüre er davon nichts, sagt van Eck. „Außerdem können wir, wenn wir Leistung auf dem Platz bringen, dazu beitragen, dass Alemannia finanziell wieder besser dasteht.”

Eine Siegprämie müsste die Geschäftsführung auch am Samstag nicht auszahlen: Die Mannschaft kassiert erst ab dem siebten Tabellenplatz aufwärts. Und der liegt sieben Punkte entfernt.

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