Aachen: Alemannia: Feiert van Eck endlich seinen ersten Heimsieg?

Aachen: Alemannia: Feiert van Eck endlich seinen ersten Heimsieg?

Schon früh in der Saison nach dem Abstieg zuckte der Fuß von Uwe Scherr Richtung Bremse. Nach dem 8. Spieltag stieg Alemannia Aachens Manager dann in die Eisen und ersetzte Ralf Außem durch René van Eck. Die nackten Zahlen stützen das Ergebnis einer Untersuchung, die der Münsteraner Wissenschaftler Bernd Strauß unter dem Titel „Die Nutzlosigkeit der Trainerentlassung” zusammengefasst hat.

Unter Außem hatten die Schwarz-Gelben zehn Punkte geholt - unter van Eck sind es aus ebenfalls acht Partien nur sechs, und der Vorsprung auf einen Abstiegsplatz ist auf zwei Zähler geschmolzen. Damit ist der Niederländer „natürlich nicht zufrieden, letztlich geht es um Punkte”. Dass der Wechsel auf dem Stuhl des Chefcoachs dennoch eine Wirkung hatte, wird bis hierhin an „weichen” Faktoren festgemacht. „Ich schaue auch auf die Entwicklung der Mannschaft”, sagt van Eck, „und die ist positiv.”

Nun kommt der taumelnde Aufsteiger Hallescher FC zum Tivoli (Samstag, 14 Uhr), einen Sieg fordert Scherr ohne Wenn und Aber. „Da hat er Recht”, van Eck will endlich seinen ersten Heim-,,Dreier”. Als gute Grundlage könnte dienen, den beim 1:1 in Heidenheim präsentierten Fußball von 60 auf 90 Minuten auszudehnen. Und endlich die Chancen konsequenter zu nutzen. Ob Timmy Thiele nach zweiwöchiger Sperre mit der Gelegenheit zur Besinnung bei der U 23 in die Startelf zurückkehren wird, lässt der Trainer noch offen.

Gefährdet ist der Einsatz von Christian Weber (Oberschenkel), Timo Brauer gilt als erste Alternative für den Rechtsverteidiger - Kai Schwertfeger soll auf der Sechser-Position bleiben.

Während Kristoffer Andersen wegen Erkältung nicht am Mannschaftstraining teilnahm, droht Tim Krumpen länger auszufallen. Die Probleme der ehemaligen Nummer eins mit dem Hüftbeuger sind offensichtlich nicht nur muskulärer Natur, sondern haben auch mit dem Knochen zu tun. Krumpen hat einen Spezialisten aufgesucht, im schlimmsten Fall droht eine Operation.

Nach der vorläufigen finanziellen Rettung sucht Alemannia unterdessen nach Einsparpotenzial auf allen Ebenen. Uwe Scherr hat das Thema auch „beim Mannschaftsrat angesprochen. Aber es gibt noch nichts Konkretes. Ich warte ab, bis alle Zahlen der Prüfer auf dem Tisch liegen.”

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