Alemannia Aachen trifft im DFB-Pokal auf Bayer Leverkusen

DFB-Pokal-Auslosung : Alemannia empfängt Bayer Leverkusen auf dem Tivoli

Als öffentlich-rechtliche Glücksfee war Nia Künzer ins DFB-Museum nach Dortmund gekommen. Die ehemalige Frauen-Fußballnationalspielerin hat spätestens seit der EM 2004 eine kleine Beziehung zu Alemannia Aachen. Damals war die inzwischen 39-Jährige mit Aachens Ex-Trainer Jörg Berger die ARD-Expertin im Morgenmagazin.

Auf Künzer warteten am Samstagabend zwei Lostöpfe mit 64 Teams. Im Promi-Topf schlummerten die 18 Bundesligisten und 14 besten Teams der 2. Liga in der letzten Saison. Im Amateurtopf hoffen die übrigen 32 Teams auf ein Los, das sportlichen Ruhm und finanziellen Gewinn mit sich bringt.

Und Künzer bescherte Alemannia immerhin einen Champions-League-Kandidaten. Bayer Leverkusen wird seine Visitenkarte abgeben am neuen Tivoli. „Ich bin ziemlich zufrieden“, reagierte Aachens Trainer Fuat Kilic, der die Auslosung vor Ort verfolgte. Alemannia darf zum ersten Mal wieder seit 2012 in der ersten Hauptrunde starten. „Das ist sportlich ein Top-Gegner. Innerlich hat man zwar immer noch ein paar andere Ideen, aber bei dem Nachbarschaftsduell werden wir die Bude schon vollbekommen.“ Seit seinem Amtsantritt vor dreieinhalb Jahren träumt der 46-Jährige von einem ausverkauften Tivoli. Bislang vergeblich. Die erste Runde wird vom 9. bis 12. August ausgetragen, der Vorverkauf beginnt nach der exakten Terminierung.

So sah es beim Testspiel vor fünf Jahren aus. Damals waren die Leverkusen das vorerst letzte Mal auf dem Tivoli zu Gast. Die beiden Teams trennten sich 1:1. Foto: Jerome Gras

Alemannia wird dann schon zwei Spieltage in der 4. Liga hinter sich haben, während für Bayer die nächste Bundesligasaison noch nicht begonnen hat. „Vielleicht haben wir dann schon ein bisschen den Rhythmus gefunden, aber Leverkusen bleibt natürlich haushoher Favorit“, sagte Kilic, der in den nächsten Tagen wohl auch noch Bielefelds Verteidiger Can Özkan nach Aachen lotsen wird.

Wie sich das Künzer-Los auf den nächsten Etat auswirken wird, muss nun errechnet werden. „Es hätte schlimmer, aber auch noch besser kommen können“, sagte Alemannias Geschäftsführer Martin vom Hofe, der ebenfalls nach Dortmund gefahren war. Alemannias Herr der Zahlen geht von „25 000 Zuschauern plus X“ aus. Für Leverkusens Fans wird das Gastspiel die erste Gelegenheit sein, ihr Team im Wettkampf zu sehen. Die regionale Nähe jedenfalls könnte für weiteren Zustrom sorgen.

Fuat Kilic zeigte sich glücklich über den Gegner aus Leverkusen. Foto: ARD/Screenshot

„Wir werden jetzt nochmal den Etat durchrechnen und in den nächsten Tagen abstimmen“, teilte Martin Fröhlich mit. Alemannias Präsident verfolgte die Auslosung aus Kanada, wo er gerade auf Hochzeitsreise ist.

Alemannia hat Leverkusen schon einmal im Pokal empfangen. Am 31. Oktober 2000 beobachteten 20.300 Fans am alten Tivoli eine 1:2 Niederlage (Torschützen: Xie Hui/Ramelow, Brdaric). Die Zuschauerzahl soll nun deutlich gesteigert werden. Eine Zuschauerin könnte dann auch die Glücksfee Nia Künzer sein. „Ihr Los war zumindest so gut, dass wir sie auf keinen Fall ausladen werden“, grinste vom Hofe.

Die Alemannia-Kugel wurde zuerst gezogen, dann folgte das Bayer-Los. Foto: ARD/Screenshot
(red)
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