Alemannia Aachen testet Jeff-Denis Fehr von SG Sonnenhof Großaspach

Offensivspieler wird getestet : Die Casting-Runde am Tivoli geht weiter

Die beiden Testkeeper Mikolaj Smylek und Tom Pachulski sind abgereist, eine Entscheidung über die wichtige Personalie im Tor wird aber erst später fallen. Für die Offensivabteilung spielt ab Freitag ein alter Bekannter bei Alemannia Aachen vor.

Die Casting-Runde am Tivoli geht weiter. Die beiden Torhüter Mikolaj Smylek und Tom Pachulski sind weitergezogen – so war es vorab verabredet. Jeder spielte beim Miniturnier am Dienstag in Eilendorf 45 Minuten. Pachulski bewältigte an diesem Tag seine Herausforderungen, während Konkurrent Smylek nicht sonderlich geprüft wurde. Alemannia Aachens Trainer Fuat Kilic will vorerst keine Entscheidung über die wichtige Personalie im Tor treffen. „Wir lassen uns Zeit, wir haben nicht die große Eile.“

Andere Testspieler wie Marko Stojanovic, zuletzt in Verl, und Sven König, bleiben noch ein paar Tage im Trainingsbetrieb beim Fußball-Regionalligisten. Der 23-Jährige, der zuletzt in den USA für CU Bluejays spielte, hat zumindest seine ersten beiden Treffer für die Schwarz-Gelben beim kleinen Sparringsturnier erzielt. Möglicherweise kommen die beiden auch beim nächsten Testspiel am Samstag um 17 Uhr bei der SG Altenkirchen/Neitersen wieder zum Einsatz. Der Rheinlandligist wird von Akin Kilic trainiert, dem Bruder des Aachener Trainers.

Testspieler Niklas Valerius wird dort fehlen. Der 24-Jährige muss nach einem Schlag bis Anfang der Woche eine Trainingspause einlegen. Der letztjährige Torjäger des SV Eilendorf wird noch längere Zeit bei Alemannia mittrainieren. „Danach werden wir entscheiden, welche Lösung für seine Entwicklung die beste ist“, sagt Kilic. Denkbar ist auch ein Modell wie beim Stürmerkollegen Mark Kleefisch, der für Wegberg-Beeck aufläuft und so oft wie er will bei Alemannia trainiert. Valerius würde dann weiter für den neuen Mittelrheinligisten SV Eilendorf auflaufen und sich am Tivoli „weiterbilden“. Das ist eine Option.

Kilic fahndet immer noch nach einem dribbelstarken Unterschiedsspieler, „der mal ein oder zwei Gegner ausspielt“. So ein Spielertyp „mit hoher Flexibilität“ fehlt ein bisschen im Kader nach dem Weggang von Blendi Idrizi, der seine Karriere bei Fortuna Köln fortsetzt. An Berater-Vorschlägen mangelt es nicht, aber häufig führt das Preisschild zu ungläubigem Staunen am Tivoli.

Die nächste Idee hört auf den Namen Jeff-Denis Fehr. Bei Alemannia ist der 24-Jährige kein Unbekannter, schließlich lief Fehr jahrelang in der Jugendabteilung auf, ehe er weiterzog. Von Hansa Rostock wechselte er vor zwei Jahren zur SG Sonnenhof Großaspach in die 3. Liga.

Die vergangene Saison war eine zum Vergessen, der Offensivspieler war hartnäckig verletzt (Schambein), es reichte nur zu vier Kurzeinsätzen. Nun startet der gebürtige Stolberger einen neuen Anlauf. Vielleicht schließt sich der Kreis, und er kehrt zu seinen Wurzeln zurück. Ab Freitag wird er zum Probetraining erwartet.

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