Alemannia Aachen betrauert Niederlage gegen Gladbach

Serie beendet : Alemannia betrauert überflüssige Niederlage

Nach dem Spiel sah Fuat Kilic traurig und magenkrank aus, als habe er eine schwer verdorbene Speise zu sich genommen. Aachens Trainer setzte die 1:2-Niederlage bei Borussia Mönchengladbach mächtig zu.

Nach elf Spielen ohne Niederlage endete eine stolze Serie. Kilic stellte seine persönliche Erfolgsbilanz nur ein, auch in der Rückrunde 2016/17 hatte er elf Mal in Folge nicht verloren mit einer anderen Aachener Mannschaft. Die Niederlage im Grenzlandstadion fühlte sich auch Tage danach noch ziemlich überflüssig an. „Wenn man seine Chancen nicht nutzt, muss man wenigstens einen Punkt mitnehmen“, hielt er seiner Mannschaft vor. Gladbachs Fohlen hatten mit drei Torschüssen maximalen Erfolg erzielt.

Beim ersten Mal hatte sich Aachens Torwart Niklas Jakusch schon nach wenigen Sekunden verschätzt, bei einer Ecke kurz vor Dienstschluss hatte Raumspieler David Pütz Einwechselspieler Justin Steinkötter aus den Augen verloren. Zwischen den beiden Gegentreffern gab es allerdings so viele Torchancen wie selten bei einem Auswärtsspiel. Und so sah Kilic überhaupt keinen Grund, sein Team kollektiv mit Büßerhemden auszustatten. „Wir haben nach starker Leistung verloren. Man kann auch auf eine solche Niederlage aufbauen“, sagt der 45-Jährige.

Die Einschätzung der Form lässt sich seit Saisonbeginn auch wissenschaftlich belegen. Aachens Spieler sind mit GPS ausgestattet in Training und Wettkampf, bei Kai Bösing und Stipe Batarilo wurden zum Beispiel fast 13 Kilometer Laufleistung nach Spielende angezeigt. Beide Mittelfeldspieler gehörten auch diesmal zu den prägenden Akteuren. Bösing erzielte erneut einen Treffer, eine weitere Großchance vergeigte er freistehend – auch erneut. „Er ist auf einem sehr guten Weg in dieser Saison, auch wenn er schon ein paar Treffer mehr hätte erzielen können.“

Alemannia Aachen verliert 1:2 in Gladbach

Bösing gehört zu den internen Gewinnern der letzten Wochen. Aus solchen Rängen ist Blendi Idrizi zumindest vorübergehend herausgefallen. Der quirlige Angreifer, der so herzerfrischend in die Saison gestartet war, schaffte es am Freitag nicht einmal in den Kader. „Er hat seine Gradlinigkeit und seinen Zug zum Tor verloren. Er muss zulegen“, hat Kilic ihm nahegelegt. Ohnehin ist die Tür zum Kader weit geöffnet, auch wenn sich da zuletzt eine ziemlich gut eingespielte Stammmannschaft gefunden hat. Ohne Niederlage wollten die Aachener das Fußballjahr beenden. Nun soll am Freitag beim konterstarken Bonner SC die nächste Serie gestartet werden.