Bonn/Aachen: Aachens Traum vom DFB-Pokal platzt in der Verlängerung

Bonn/Aachen: Aachens Traum vom DFB-Pokal platzt in der Verlängerung

Die Verhältnisse unter den beiden Fußball-Regionalligisten waren im Vorfeld geklärt: Viktoria Köln würde das Spiel gegen Alemannia Aachen im Mittelrhein-Pokalfinale machen. Aachen unterlag im Sportpark Bonn am Ende zwar verdient, aber auch unglücklich mit 0:2 nach Verlängerung. Unter eine Vielzahl Kölner Chancen stachen vereinzelt auch Gelegenheiten der Aachener Akteure, die sonst vor allem Fußball arbeiteten, heraus.

So scheiterte Mergim Fejzullahu nach Zuspiel von Tobias Mohr aus zwei Metern an Viktoria-Schlussmann Sebastian Patzler (15.). Im zweiten Durchgang hätte David Pütz per Kopf nach Flanke von Kapitän Nils Winter zum Pokalhelden werden können; sein Versuch (88.) ging am linken Pfosten vorbei. Es wäre der Lucky Punch gewesen. In Halbzeit eins der Verlängerung hatte Aachen plötzlich Oberwasser. Winter scheiterte gleich zwei Mal in einer Szene an Patzler (99.), und auch der eingewechselte Kai Bösing konnte nach der anschließenden Ecke das Spielgerät nicht im Netz unterbringen (100.). Der zweite Teil der Verlängerung brachte dann die Führung für die Viktoria: Sven Kreyer kam nach einem langen Ball völlig freistehend im Fünfer an den Ball und buchsierte ihn irgendwie am sonst souveränen Aachener Schlussmann Mark Depta vorbei in die Maschen (109.). Kurze Zeit später brannten Joy-Slayd Mickels nach einem Zweikampf die Sicherungen durch. Er stieß im Zuge einer Rudelbildung einen Kölner um — und sah folgerichtig Rot (113.). Mit zehn Mann setzte die Alemannia die Viktoria zwar noch einmal ordentlich unter Druck, doch zwingend wurde es nicht mehr. Mike Wunderlich, Kölns Kapitän, glückte dann die Entscheidung (120.+5) — und Aachens Traum von der ersten DFB-Pokalrunde platzte. Die hätte die Kilic-Elf mit einem Erfolg im Mittelrhein-Pokal erreicht.

(kte)