Alemannia Aachen: Die nächsten Punkte gegen Straelen?

Fußball-Regionalliga : Die Alemannia will ihre Serie weiter ausbauen

Als die Spaßveranstaltung erfolgreich über die Bühne gegangen war, kehrte der Ernst an den Tivoli zurück. „Es war eine tolle Erfahrung für die Jungs, sich mit dem Tabellenführer der Fußball-Bundesliga zu messen“, sagt Alemannia Aachens Trainer Fuat Kilic. „Aber seit Mittwoch ist das Testspiel abgehakt.“

Für Sebastian Schmitt war es allerdings mehr als eine Spaßveranstaltung gegen einen prominenten Sparringspartner, denn der 22-Jährige konnte am Montagabend wieder seinem Beruf nachgehen. Eine Halbzeit lang durfte Schmitt gegen Borussia Dortmund die linke Seite des Regionalligisten beackern; zählt man seine bisherigen Einsatzminuten in Pflichtspielen in dieser Saison zusammen, kommt man gerade einmal auf eine gute Viertelstunde.

Schmitt ist mehr als eine Option

„Nach seiner Verletzung musste er Geduld haben“, sagt Kilic. Und die hatte der Sportmanagement-Student, der vor der Saison vom Südwest-Regionalligisten Wormatia Worms kam, und das zahlte sich aus: Gegen den TV Herkenrath kam der variable Außenbahnspieler zu einem Kurzeinsatz, beim SC Verl durfte er zuletzt 13 Minuten spielen. Die Patellasehnenprobleme, die Schmitt sieben Wochen lahmgelegt haben und mit einer Spritzenkur behandelt werden mussten, sind Vergangenheit; mittlerweile ist der Tempodribbler wieder eine gute Option für seinen Trainer. Und die Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch, dass sie schon am Samstag gezogen wird, wenn der starke Aufsteiger SV Straelen am Samstag (14 Uhr) seine Visitenkarte am Tivoli abgibt.

Kilic nimmt Aufsteiger Straelen nicht auf die leichte Schulter

 Das liegt auch ein bisschen daran, dass Patrick Salata gesperrt ausfällt, „denn wenn es gut läuft, dann gibt es selten einen Grund für Änderungen“, sagt Kilic. Und in den vergangenen Wochen lief es gut für sein Team: In Verl fehlten nur zwei Minuten, um den fünften Sieg in Folge einzufahren. „Jetzt wollen wir unsere Serie von zehn Spielen ohne Niederlage weiter ausbauen“, hat Alemannias Coach als neue Zielsetzung ausgegeben.

Neuzugang Schmitt brennt auf Einsatz gegen Aufsteiger Straelen

Dabei soll Schmitt helfen, „er hat sich seinen ersten Startelfeinsatz erarbeitet“, sagt Kilic. „Ich spüre das Vertrauen des Trainers“, sagt der 22-Jährige denn auch. Der ehemalige Junioren-Nationalspieler, der vor acht Jahren zusammen mit Timo Werner in der U15 des DFB ein Länderspiel bestritt, hat in den vergangenen Wochen die richtige Balance zwischen Geschwindigkeit und Ballverlusten gefunden. Oder wie Kilic es formuliert: „Er produziert trotz seines hohen Tempos wenig Fehler.“ Das könnte am Samstag ganz besonders wichtig sein, denn Straelen sei ein Gegner, „der auf unsere Fehler lauert. Und mit Adil Lachheb, Tugrul Erat und Björn Kluft haben sie drei erfahrene Spieler in ihren Reihen.“

Aachens Trainer wird seine Mannschaft – fast zwangsläufig – weiter umbauen, da Matti Fiedler, Marcel Kaiser und Dimitry Imbongo Boele wieder fit sind. Bei Marco Müller sieht es nach seinem im Spiel gegen den BVB erlittenen Nasenbeinbruch dagegen eher schlecht aus, „die Ärzte haben das letzte Wort, ob es Sinn ergibt, dass er mit einer Spezialmaske spielt“.

Ein Verfolgerduell

Der Aufsteiger vom Niederrhein reist als direkter Verfolger nach Aachen, momentan trennt die beiden Teams nur ein Punkt. Kilic fordert: „Wir dürfen das, was wir haben, nicht aus der Hand geben. Man sieht, wie eng in der Tabelle alles zusammenliegt.“ Für Schmitt ist es mehr als nur das Duell zweier Kontrahenten auf Augenhöhe. Es ist der nächste Schritt, um seine Verletzung ein weiteres Stück hinter sich zu lassen.

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