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Belgrad: Wer ist eigentlich dieser Stöger-Nachfolger Stefan Ruthenbeck?

Belgrad : Wer ist eigentlich dieser Stöger-Nachfolger Stefan Ruthenbeck?

Stefan, wer? Ruthenbeck. Ach ja, da war doch was beim Interims-Nachfolger von Fußball-Lehrer Peter Stöger als Proficoach des 1. FC Köln. Chef-Übungsleiter bei den Zweitligisten VfR Aalen und SpVgg Greuther Fürth - mit nicht so üppigen Meriten: Die Württemberger stiegen mit ihm ab, bei den Franken wurde er im November 2016 mangels sportlicher Erfolge beurlaubt.

Im Juli 2017 übernahm Ruthenbeck die U19 der Kölner und hat seit Sonntag bis Weihnachten das Sagen bei den Profis. Dass er zuvor nach seinen Zweitliga-Jahren in Aalen und Fürth in den Jugendbereich ging, sei für ihn kein Rückschritt gewesen; vielmehr habe er sich als gebürtiger Kölner (19. April 1972) bewusst für das spannende Projekt entschieden, junge Talente für höhere Aufgaben fit zu machen.

Heavy-Metal-Fan Ruthenbeck scheint den Profifußball einigermaßen entspannt zu erleben. Zumindest, das vertraute er dem Internetportal Spox an, müsse er nicht ständig in der Öffentlichkeit stehen und habe sich auch in der Karriereplanung keinen Druck gemacht.

Eines ist Ruthenbeck auch: Träger des Fair-ist-mehr-Preises des DFB. Den bekam er, weil er als Trainer seines damaligen Vereins TuS Mayen seine Spieler anwies, in der Oberligapartie gegen Waldalgesheim den Ausgleich der Gäste zum 3:3 zuzulassen.

Grund für diese ungewöhnliche Anweisung in der Saison 2009/10: Mayens Führung zum 3:2 war unter Verletzung des Fair-Play-Gedankens gefallen - und das wollte Ruthenbeck korrigieren. Mayen stieg später ab, weil zwei Punkte fehlten. „Wir haben die einzig richtige Entscheidung getroffen - auch wenn ich damals zwei schlaflose Nächte verbracht habe”, ließ er seinerzeit wissen.

(dpa)