Köln vor dem Spiel in Freiburg: Mit Mut und Schaub zum ersehnten Sieg

Köln vor dem Spiel in Freiburg : Mit Mut und Schaub zum ersehnten Sieg

Der 1. FC Köln will seine lange Durststrecke im Breisgau mit einem Erfolg beenden und die ersten Punkte der Saison einfahren. Trainer Achim Beierlorzer muss gegen den SC Freiburg im Sturm improvisieren.

Dass der 1. FC Köln am 26. August 1996 beim SC Freiburg gewinnen konnte, hatte der Klub Toni Polster zu verdanken, der Stürmer aus Österreich hatte zwei Mal spät getroffen, in der 86. und in der 90. Minute. Am Ende siegte der FC 3:1; auch Holger Gaißmayer hatte ein Tor geschossen. Ein besonderer Erfolg war das damals am 3. Spieltag der Saison 1996/1997 in der Fußball-Bundesliga noch nicht, ein spezieller Sieg ist er erst im Laufe der Jahre geworden – weil es bislang der letzte Erfolg der Kölner in Freiburg ist. 13 Mal hat der FC seit diesem Tag im August 1996 versucht, Spiele in der Bundesliga und in der 2. Liga im Breisgau zu gewinnen, es gab neun Niederlagen und vier Unentschieden. Freiburg, das zeigen diese Zahlen ganz gut, ist für Köln ein sogenannter Angstgegner; zumindest dann, wenn der Sportclub in den Duellen im eigenen Stadion spielt.

Am Samstag tritt der FC wieder zu einem Bundesligaspiel im Breisgau an (15.30 Uhr), und natürlich weiß auch Achim Beierlorzer längst von der sieglosen Zeit im Breisgau, Kölns neuer Trainer sagte: „Es ist eine große Herausforderung – gerade weil der FC dort lange nicht gewonnen hat.“ Und das ist ja noch nicht alles: Während der Aufsteiger aus Köln nach zwei Spieltagen noch ohne Punkte dasteht, hat der SC beide Spiele gewonnen. Deshalb gebe Beierlorzer die „Favoritenrolle nach Freiburg“, er ist überzeugt, dass das „eine richtige Aufgabe“ für seine Mannschaft werden wird. Explizit verwies er auf die Freiburger Stärken bei Standardsituationen.

Und auf die große Torgefahr, die die Offensivspieler Luca Waldschmidt und Nils Petersen ausstrahlen würden. Was nicht bedeuten soll, dass seine Mannschaft sich verstecken wird. Wie mutig sie auftreten kann, hat sie spätestens bei der eher unglücklichen 1:3-Niederlage gegen Borussia Dortmund am vergangenen Spieltag bewiesen. „Wir wollen die ersten Punkte einfahren und fahren guten Mutes nach Freiburg“, sagt Beierlorzer. Es wäre ein guter Zeitpunkt – weil nach der Länderspielpause am kommenden Wochenende mit Borussia Mönchengladbach und Bayern München noch stärkere Gegner auf den FC warten.

Ersatz für Cordoba gesucht

Eine zentrale Frage ist, wer Polster als Siegtorschütze in Freiburg beerben könnte. Anthony Modeste wird ziemlich sicher wieder von Beginn an spielen, Jhon Cordoba muss Beierlorzer aber ersetzen; der formstarke Kolumbianer zog sich im Spiel gegen den BVB eine Muskelverletzung zu und steht wohl erst wieder im Derby gegen Gladbach zur Verfügung. „Es gibt viele Möglichkeiten, da möchte ich mich noch nicht festlegen“, sagte der Trainer – und zählte auf: Louis Schaub ist eine Alternative. Oder Florian Kainz. Oder Simon Terodde.“

Terodde könnte neben Modeste in der Spitze spielen, Kainz könnte eher über den Flügel kommen – aber Beierlorzers Wahl wird wohl auf Schaub fallen. Der Offensivspieler ist nach seiner Knöchelverletzung wieder fit, und er ist die spielstärkste Variante, die der FC aufbieten kann; als hängende Spitze könnte der Österreicher dem Spiel der Kölner eine weitere Facette geben. Nicht umplanen muss der Trainer im defensiven Mittelfeld: Birger Verstraete (Knieprobleme) kann auflaufen und Back-up Marco Höger (Verhärtung im Oberschenkel) wird wohl im Kader stehen.

Voraussichtliche Aufstellung: Horn - Ehizibue, Bornauw, Czichos (Meré), Hector - Verstraete, Skhiri - Schindler (Kainz), Drexler - Schaub - Modeste

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