„Denke in der Region“: Kölns Oberbürgermeisterin gegen FC-Ausbaupläne

„Denke in der Region“ : Kölns Oberbürgermeisterin gegen FC-Ausbaupläne

Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker lehnt die Ausbaupläne des 1. FC Köln für sein Trainingsgelände ab und hat dem Fußball-Bundesligisten gar einen Umzug auf einen Standort außerhalb der Stadt nahegelegt.

„Ich würde das nicht als Drohung verstehen. Ich denke vielmehr in der Region“, sagte die parteilose Politikerin der „Kölnischen Rundschau“ (Samstag) zur Frage, ob der FC auch außerhalb Kölns ein Trainingszentrum bauen könnte.

Reker ging damit erstmals öffentlich auf Distanz zu den Plänen des Clubs, im Kölner Grüngürtel Kunstrasenplätze und ein Nachwuchsleistungszentrum zu bauen. Sie begründete ihre Haltung mit den Bedenken von Umweltschützern, die mit dem in Köln beschlossenen Klimanotstand argumentieren: „Der Klimanotstand ist ernst gemeint. Es hat ein Umdenken stattgefunden.“ Das überregional bekannte Geißbockheim liegt idyllisch in einem Waldgebiet am Rand der Stadt und ist gerade im Sommer ein beliebtes Ausflugsziel für viele Kölner. Dem FC ist das Trainingsgelände indes zu klein geworden.

Auch einen vom FC geplanten Ausbau des Rheinenergie-Stadions auf ein Fassungsvermögen von bis zu 75 000 Zuschauern lehnt Reker ab: „In der vom FC gewünschten Form wird der Ausbau dort voraussichtlich nicht möglich sein.“

Insbesondere von der Ablehnung der Oberbürgermeisterin zum Ausbau des FC-Trainingszentrums zeigte sich der Kölner Geschäftsführer Alexander Wehrle überrascht. „Wir befinden uns in einem geordneten Verfahren und tun alle gut daran, dessen Ende abzuwarten“, sagte Wehrle. Einen Umzug in die Region außerhalb Kölns lehnt der Club ab. „Unsere Heimat ist das Geißbockheim“, sagte Wehrle, der gar von einer angekündigten Baugenehmigung des Baudezernenten der Stadt sprach. „Wenn sich daran etwas geändert hat, müsste uns die Stadt das sagen“, sagte Wehrle.

(dpa)
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